Helfer auf 4 Pfoten

Rettende Pfoten

Wir verraten Ihnen, wie Hunde zu Rettungshunden werden

Es sind spektakuläre Bilder: Nach dem Einsturz eines Hauses suchen Rettungsmannschaften nach Vermissten. Mit dabei eine Hundestaffel. Für die feinfühligen Nasen der ausgebildeten Suchprofis offenbar kein Problem. Denn schon bald meldet ihr Bellen, dass sie fündig geworden sind. Die Verletzten können gerettet werden.

Leistungsstarke Hunde sind geeignet

Den typischen Rettungshund gibt es nicht, denn die Fähigkeiten, die für den Einsatz notwendig sind, haben alle Hunde: Sie können sich orientieren, sie arbeiten mit ihrer Nase und sie können bellen. Wirklich geeignet sind leistungsstarke, nicht zu schwere Hunde. Sie müssen gesund, gewandt, nervenstark und lernfreudig sein. Vor allem aber müssen sie Menschen und Artgenossen gegenüber freundlich gesonnen sein.

Am Anfang steht der Eignungstest

Der zweijährige Ausbildung zum Rettungshund geht ein Eignungstest voraus. Auch wenn die Ausbildung selbst sehr umfangreich ist, steht über allem die Teamarbeit zwischen Hund und Hundeführer. Denn nur wenn es dem Menschen gelingt, sich seinem vierbeinigen Helfer klar und verständlich mitzuteilen, können die hoch gesteckten Ausbildungsziele erreicht werden. Der Hund muss lernen, sich auf den unterschiedlichsten Untergründen, egal ob Geröll, Glas oder Gitterrosten, sicher und angstfrei zu bewegen.

Bei der Gerätearbeit lernt der künftige Rettungshund über Leitern zu laufen, Röhren zu durchkriechen oder Wippen zu überqueren. Gehorsamsarbeit und Anzeigeübungen wie Verbellen sind die Grundlagen für die umfangreiche Sucharbeit, wobei man zwischen Flächen- , Trümmer- und Wassersuche unterscheidet.

Rettungshunde arbeiten selbständig

Auch wenn in den Medien meist Hundestaffeln in Erdbebengebieten oder nach einer Gasexplosion zu sehen sind, werden 90 Prozent der vermissten Menschen in unwegsamen Gelände gesucht. Nach dem Kommando erledigt der Rettungshund seine Aufgabe vollkommen selbständig. Dabei arbeiten die Hunde nach dem „Ja-Nein-Prinzip“: Wenn ein Hund ein Gebiet von etwa einem Quadratkilometer abgesucht hat, ohne zu bellen, weiß der Hundeführer, das auf diesem Gelände kein Mensch mehr liegt, der Hilfe braucht.

Arbeiten, weil es Spaß macht

Die Hunde suchen aber nicht nach einer bestimmten Person, sondern generell nach Menschen, die hilflos sind. Und sie tun es, weil es ihnen Spaß macht. Leckerchen oder ein kleines Spiel sorgen dafür, dass der Spaß an dem Suchspiel mit der Zeit nicht verloren geht. Schließlich soll der Rettungshund viele Jahre lang Menschen in Not helfen.