Helfer auf 4 Pfoten

Kommissar Hund

Erfahren Sie, welche Rassen als Polizeuhunde zugelassen sind und was sie können

Wir kennen und lieben ihn alle: Kommissar Rex. Wenn er nach erfolgreichem Einsatz seinen menschlichen Kollegen eine Wurstsemmel wegschnappt, freut sich jeder. Aber nicht nur im Fernsehen gibt es Spürnasen auf Verbrecherjagd. Gebrauchshunde, die für den Dienst bei der Polizei ausgebildet werden, kennt man schon sehr lang.

Die Geschichte der Polizeihunde

Als Stadtwächter wurden Hunde erstmals Anfang des zwölften Jahrhunderts in Frankreich eingesetzt. In Deutschland nahmen Gendarmen ihre Hunde ab 1900 mit auf Streife und 1904 hat ein Polizeihund erstmals in Braunschweig einen Mörder aufgespürt. Heute ist der Diensthund ganz formell ein Einsatzmittel der Polizei – und das praktisch auf der ganzen Welt.

Verschiedene Rassen zugelassen

In Deutschland sind derzeit knapp 10000 Diensthunde bei Polizei, Zoll und Militär im Einsatz. Folgende Rassen sind bei uns als Diensthunde zugelassen: Airedale-Terrier, Deutscher und Belgischer Schäferhund, Bouvier des Flandres, Deutscher Boxer, Dobermann, Hollandse Herdershond, Hovawart, Riesenschnauzer und Rottweiler. Diese Hunde zeichnen sich besonders durch ihren Schutztrieb und gute Nasenleistung aus. Voraussetzungen für einen Polizeihund sind aber auch ein ausgeprägter Spiel- und Beutetrieb sowie ein sicheres Verhalten in allen denkbaren Situationen.

Unterschiedliche Aufgabenbereiche

Es gibt ganz unterschiedliche Aufgabenbereiche, für die die Hunde ausgebildet werden. Ob als Schutzhund, Drogen – oder Sprengstoffspürhund, ob die Spürnase auf vier Pfoten nach Brandmitteln, Leichen, Personen oder Geld sucht, immer dort, wo Menschen an Grenzen stoßen, leisten die Hunde mit ihren besonderen Fähigkeiten unersetzliche Dienste. Dabei können sich die Polizeibeamten nicht nur auf die gute Nase, Augen und Ohren, sondern auch auf die scharfen Zähne ihres vierbeinigen Kollegen verlassen.

Die Grundausbildung eines Polizeihundes

Die Grundausbildung eines Polizeihundes dauert etwa 70 Tage. Dabei werden ihm das gezielte Aufspüren von Beweismitteln, Verfolgen und Festhalten eines Verbrechers und Gehorsamsübungen beigebracht. Vor allem lernt er auch, seinen Hundeführer zu beschützen. Nach Abschluss der Grundausbildung und danach einmal jährlich wird der Hund nach bestimmten Vorschriften geprüft. Nur wenn Hundeführer und Hund eine ausreichende Note erhalten, kann der Hund in den öffentlichen Dienst aufgenommen werden. Je nach Einsatzgebiet bekommt der spätere Kommissar auf vier Pfoten dann spielerisch beigebracht, wie sein „Spielzeug“ - ob Haschisch oder Sprengstoff – riecht. Er lernt, danach zu suchen und es anzuzeigen. Zur Belohnung darf er mit seinem Lieblingsspielzeug spielen. Für Kommissar Hund bleibt so immer ein Spiel, was für seinen Diensthundeführer bitterer Ernst ist.