Helfer auf 4 Pfoten

Assistenzhunde für Behinderte

Erfahren Sie, wie diese Helden des Alltags ausgebildet werden und was sie können

Rolf sitzt seit Jahren im Rollstuhl. Er leidet unter Muskelschwäche. Sein Glück: Er hat Mandy an seiner Seite. Ein Labrador, der zum Assistenzhund ausgebildet wurde. Mandy hebt Sachen auf, öffnet Türen, betätigt den Lichtschalter und kann sogar die Waschmaschine befüllen. „Mandy und ich gehören zusammen. Wir sind ein eingeschworenes Team“, freut sich Rolf.

Ausgebildet für Menschen mit Behinderung

Assistenzhunde sind speziell ausgebildete Führ- und Begleithunde für Menschen mit Behinderungen. Am bekanntesten sind wohl die Blindenführhunde. Doch während deren Ausbildung (rund 17000 Euro) von den Krankenkassen übernommen wird, muss die Ausbildung für Gehörlosen- beziehungsweise Signalhunde und Diabetikerwarnhunde aus eigener Tasche bezahlt werden.

Vor allem Goldies und Labbis sind geeignet

Hauptsächlich werden Golden Retriever und Labradore zu Assistenzhunden ausgebildet. Diese Rassen wurden ursprünglich für das Apportieren bei der Jagd gezüchtet und sind daher leicht für Aufgaben wie das Bringen von Gegenständen zu motivieren. In der Regel erhalten nur Menschen diese Hunde, die das Tier selbständig versorgen und pflegen können. Schließlich soll der Assistenzhund nicht auch noch Fremdhilfe erforderlich machen, sondern die eigene Selbständigkeit vergrößern.

Üben mit positiver Verstärkung

Die Ausbildung hat viel mit beständigem Üben zu tun, wobei über positive Verstärkung gearbeitet wird. Leckerchen, ein Spiel, Streicheleinheiten oder ein mit freundlicher Stimme vorgetragenes Lob motivieren den vierbeinigen Helfer zu immer neuen Kunststücken. Am Ende der Ausbildung beherrscht ein Hund locker über 100 Kommandos. So können Assistenzhunde für die von ihnen begleiteten Personen vielfältige Tätigkeiten übernehmen. Sie heben Gegenstände auf und bringen sie, bedienen einfache technischen Einrichtungen wie Lichtschalter, Klingel oder Aufzüge und tragen Taschen. Besonders wichtig ist, dass der Hund in Notfällen durch das Auslösen eines Hausnotrufs oder einfach durch Bellen Hilfe herbei holen kann.

Hunde tun auch der Psyche gut

All diese Dinge machen den körperbehinderten Hundehalter unabhängiger. Darüber hinaus ist so ein Tier aber weit mehr als nur ein lebendes Hilfsmittel. Seine Nähe, Anhänglichkeit und Treue tut der Psyche gut, die positiven physischen Effekte durch den täglichen Aufenthalt an frischer Luft sind sowieso unbestritten. So steigert ein Assistenzhund nicht nur die Unabhängigkeit und Sicherheit seines Besitzers, sondern bringt ihm auch mehr Lebensqualität.