Beziehung

Bestens verbunden

Lesen Sie, wie Sie durch Futter, Spiel und Berührungen die Bindung verbessern können

Bindung ist wichtig, damit eine Beziehung gelingt. Das gilt gerade auch für Mensch und Hund. Damit die Bindung zwischen Hund und Halter stimmt, kann der Mensch eine Menge tun – und beide Partner werden enorm davon profitieren.

Bindung aufbauen durch Futter

Liebe geht durch den Magen. Dieses alte Sprichwort können Sie sich auch in Sachen Bindungsaufbau zunutze machen. Anstatt Ihrem Hund das Trockenfutter im Napf zu servieren, können Sie ihn auch aus der Hand füttern. Dies stärkt die Bindung, und der Hund merkt: Alles Gute kommt vom Menschen. Bei der Handfütterung trägt der Mensch das Futter am Körper, zum Beispiel in einer Gürteltasche oder Futtertube, und gibt dem Hund dann Futter, wenn er sich dieses verdient hat – zum Beispiel, wenn er sich beim Gassigehen brav abrufen ließ oder eine kleine Übung erfolgreich absolviert hat. Die Fütterung erfolgt meistens nicht im Haus, sondern außer Haus. Somit kann der Mensch erreichen, dass der Hund auch unterwegs besser auf ihn schaut – weil er ja nie weiß, wann es etwas gibt (Glücksspielautomaten-Prinzip).

Bindung aufbauen durch Berührungen

Im Wolfsrudel schmiegen sich Mitglieder, die sich mögen, im Liegen aneinander. Dieses so genannte Kontaktliegen ist ebenfalls eine Form, um die Beziehung zu stärken und Bindung aufzubauen. Sie sollten es daher auch mit Ihrem Hund praktizieren. Falls er nicht auf die Couch oder ins Bett darf, kein Problem: Dann legen Sie sich einfach mal für ein halbes Stündchen zu ihm auf den Boden und kuscheln. Bindung entsteht auch durch Streicheln und sanfte Berührungen. Dabei nämlich wird das Bindungshormon Oxytocin, das Kuschelhormon, ausgeschüttet, das für Harmonie sorgt. Daher: Nehmen Sie sich Zeit zum Kuscheln – es lässt Sie und Ihren Hund noch näher zusammen rücken.

Bindung aufbauen durch Spiel

Auch, wer gemeinsam etwas erlebt, der verbessert seine Bindung. Daher ist es wichtig, bereits mit dem Welpen Beziehungsarbeit zu leisten. Das klingt ernst, ist es aber nicht, denn Sie müssen im Prinzip dafür nur ausgiebig mit Ihrem Hundekind spielen. Gemeinsames Toben und Herumtollen macht nicht nur eine Menge Spaß, sondern baut auch ein inniges Verhältnis zu Ihrem Liebling auf.

So arbeiten Sie Hand in Pfote

Der Hund lernt, dass von seinem Menschen Positives ausgeht – und dass es sich lohnt, auf ihn zu achten, weil immer wieder etwas Tolles passiert, wenn sich Herrchen oder Frauchen mit ihm beschäftigt. Durch kleine Spiele, wie zum Beispiel erste Apportierübungen, lernt der Welpe auch, mit seinem Zweibeiner zusammen zu arbeiten. Toll ist hier zum Beispiel, wenn Sie den Futterdummy einsetzen. Das mit Futter gefüllte Mäppchen kann geworfen oder aber versteckt werden. Ziel ist es, dass der Hund es holt oder sucht. Aber er soll es dann nicht für sich behalten, sondern zu seinem Menschen bringen – damit dieser den Futterdummy öffnet und dem Hund eine kleine Belohnung gibt. So werden Sie zum eingespielten Team!

Beim Spielen mit dem Welpen sollten Regeln gelten

Wichtig beim Spielen, egal, ob Sie nun ein lustiges Zerrspiel veranstalten, den Ball werfen oder gemeinsam auf Leckerlisuche gehen, sind Regeln. Der Zweibeiner startet das Spiel. Und er beendet es dann wieder. Danach wird das Spielzeug weggeräumt – so erreichen Sie zusätzlich, dass es interessant ist. Beziehungsarbeit leisten Sie auch zum Beispiel, wenn der Hund dem Ball erst auf Ihr „Okay!“ hinterher jagen darf. Er muss auf Ihre Freigabe warten. So schulen Sie auch den Gehorsam.

Der Spaß soll beim Spielen nicht zu kurz kommen

Natürlich soll es aber nicht immer ernst zugehen. Neben dem Üben und Trainieren darf das Vergnügen auf keinen Fall zu kurz kommen. Sie dürfen ruhig einmal richtig albern mit Ihrem Hund herumkaspern. Denn auch durch gemeinsam erlebten Spaß entsteht Bindung! Wichtig ist die gemeinsame Sache.