Beziehung

Mensch - auf Dich ist Verlass!

Klare Kommunikation und die richtige Motivation sind Trumpf

Wenn Rolf seine Chica ruft, dann kommt die Colliehündin gern und freiwillig. Rolf hat Chica ohne Drill und Zwang erzogen, sondern mit positiver Verstärkung und Motivation. Die fünfjährige Hündin orientiert sich gerne an ihrem Herrchen – weil es sich erwiesen hat, dass Rolf ein verlässlicher Partner für seinen Vierbeiner ist. Das können auch Sie erreichen.

Alpha ist out

Dass der Mensch dem Hund jederzeit seine Alpha-Stellung demonstrieren muss, ist in der modernen Hundeerziehung schon längst überholt. Alpha und Dominanz sind out – Führungstalent ist in. Der Hund hört gern auf seinen Menschen, wenn er merkt, dass es sich lohnt, sich an ihm zu orientieren. Dazu gehört, dass neue Signale mit Spaß und Motivation eingeübt werden. Es muss nicht immer das berühmte Leckerchen sein: Hat der Hund seine Sache gut gemacht, darf es ruhig auch mal ein gemeinsames Spiel oder ein freudiges Lob sein. Oder aber, Sie geben Ihrem Hund auf der Hundewiese nach brav befolgtem Signalwort die Erlaubnis "Lauf!" – auch das kann Belohnung sein. Und die motiviert, etwas gut zu machen!

Klare Kommunikation ist wichtig

Damit der Hund Sie als verlässlichen Partner sieht, ist es wichtig, dass Sie klar kommunizieren. Achten Sie bei dem, was Sie sagen, auch immer auf Ihre Körpersprache. Rufen Sie "Hier!" und haben gleichzeitig in eher ablehnender Haltung Ihre Arme verschränkt, kann dies den Hund davon abhalten, gern zu kommen. Ihre Körpersprache sollte Ihre Worte stets unterstreichen. Verzichten Sie darauf, permanent auf den Hund einzuquasseln, sondern sagen ihm Wörter, die er auch wirklich versteht. So entsteht keine Verwirrung beim Hund – und er kann besser einschätzen, was Sie von ihm möchten.

Wenn's hart auf hart kommt

Die meisten Hunde streben überhaupt nicht die Weltherrschaft an – sie möchten einen Menschen, der im Notfall übernimmt und die Dinge für sie erledigt. Seien Sie daher da, wenn Sie der Hund braucht. Kommt beispielsweise ein Artgenosse auf ihn zugeschossen, der ihn unheimlich ist, dann bieten Sie Ihrem Hund Rückendeckung und schicken den anderen weg. So lernt der Hund: Auf meinen Menschen kann ich mich verlassen. Wenn Ihr Hund Angst vor Gewitter hat, sollten Sie ihn natürlich nicht streicheln und ihn so in seiner Furcht bestärken, indem Sie ihn trösten. Aber lassen Sie ihn dennoch dicht bei Ihnen sitzen. So sind Sie ein Partner, mit dem Ihr Hund gerne zusammen lebt – und zu dem er auch gerne kommt, wenn er ihn ruft!