Beschäftigung

Longieren

Trendsportart mit Spaßfaktor - auch für Hunde

Longieren – das kennt man vom Pferd. Es bedeutet, dass das Tier an einer langen Leine im Kreis läuft. Diese Form der Bewegung eignet sich aber auch bestens für Hunde! Longieren, oder auch Zirkeltraining genannt, kommt immer mehr in Mode und macht den meisten Hunden tierisch viel Spaß.

Zum Longieren braucht man einen lernwilligen Hund und einen großen Kreis. Diesen stecken Sie folgendermaßen ab: In die Mitte des Kreises stecken Sie einen Haken. Mit der Fünf-Meter-Leine messen Sie nun nach außen und stecken einen Haken in die Erde, zwei Schritte weiter der nächste usw. An den Haken wird schließlich das Flatterband befestigt. So schließt sich der Kreis.

Als Grundregel beim Longieren gilt: Der Mensch steht immer im Kreis, der Hund ist immer draußen. Dies muss der Vierbeiner erst einmal lernen. Deshalb bewegt er sich anfangs an der Leine. Wenn Sie mit dem Sport starten, dann laufen Sie anfangs mit Ihrem Hund mit: Sie innerhalb des Flatterbandes, der Hund draußen, aber nur wenige Zentimeter voneinander entfernt. Mit einer eindeutigen Handbewegung und einem "Go!" oder "Lauf!" deuten Sie dem Hund an, dass er los laufen darf. Anfangs werden Sie ihn sicher ab und an aus dem Kreis schicken müssen, denn im Eifer des Gefechts hüpfen die meisten Hunde dann und wann über das Band zu ihrem Menschen ins Kreisinnere. Sagen Sie dann immer das gleiche Wort, wenn Sie ihn mit körpersprachlicher Begrenzung raus schicken, zum Beispiel: "Raus!" Dreht er dagegen brav draußen seine Kreise, vergessen Sie Lob und Belohnung nicht, damit der Hund motiviert bleibt!

Mit der Zeit wird die Schwierigkeit beim Longieren erhöht. Der Mensch bewegt sich weiter vom Flatterband weg und vergrößert die Distanz, was durch eine lange Leine möglich ist. Der Hund läuft weiter draußen. Es werden Richtungswechsel geübt, die per Handzeichen und einem "Kehrt" oder "Turn" angekündigt werden. Noch ist die Leine dran, doch mit wachsendem Abstand wächst auch die Sicherheit des Hundes, dass er draußen laufen muss und der Mensch bleibt drinnen. So kann schon bald die Leine entfernt werden.

Das Ziel beim Longieren ist, dass der Mensch schließlich im Kreisinneren steht und den Hund aus der Distanz schickt: Er weist ihn an, im Kreis zu laufen, umzudrehen und über kleine Agility-Hindernisse zu springen. Diese Distanz schafft gleichzeitig sehr viel Nähe und ist gut für die Mensch-Hund-Beziehung: Denn der Vierbeiner muss laufend auf seinen Zweibeiner gucken, damit er sieht, was dieser von ihm als nächstes möchte, und das stärkt die Bindung ungemein. Außerdem kann sich der Hund beim Longieren richtig auspowern, da das Tempo zwischen langsam und ganz schnell variiert werden kann. Die Arbeit am Kreis macht gute Laune – probieren Sie's doch mal aus!