Beschäftigung

Clickern

Mit Clickertraining lernen Hunde schnell und mit Spaß! Lesen Sie, wie's funktioniert

"Click" – das ist für Hunde, die auf den Clicker konditioniert sind, ein geradezu magisches Geräusch. Es zeigt ihnen an, dass sie etwas richtig gemacht haben, und dass gleich darauf als Belohnung ein Leckerchen folgt. Der Clicker findet immer mehr Fans unter den Hundehaltern. Kein Wunder: Eine aktuelle Studie aus den USA hat gezeigt, dass geclickerte Hunde um 40 Prozent schneller lernen als Hunde, die mit einem Belohnungswort bestätigt werden.

Das Timing muss stimmen

Warum ist das so? Zum einen liegt das am Timing. Ein Mensch, der den Clicker richtig beherrscht, kann viel schneller clicken als das Wort "Fein!" aussprechen. Zum anderen liegt es daran, dass sich geclickerte Hunde eine Übung selbst erarbeiten. Sie erhalten für jeden kleinen Einzelerfolg einen Click und ein Leckerchen – die Übung wird in viele kleine Einheiten zerlegt. So bleibt der Vierbeiner auch motiviert, weil er rasch Erfolgserlebnisse bekommt. Der Clicker muss dazu aber richtig eingesetzt werden: Bevor der Mensch beginnt, mit dem Hund zu üben, muss er selber das Clickern lernen. Dazu hilft eine ganz einfache Übung: Werfen Sie einen Tennisball von einem Meter Entfernung auf den Boden. Immer, wenn er den Boden berührt, clicken Sie. So lernen Sie das Timing.

Konditionierung auf den Clicker

Damit der Hund den Clicker wirklich als Bestätigung wahr nimmt und nicht bloß als schnödes Geräusch, muss der Mensch den Vierbeiner den Hund dazu auf den Clicker konditionieren. Das ist ganz einfach: Sie brauchen dazu einen Hund, der nicht vorher gefüttert wurde, den Clicker sowie kleine, weiche Leckerchen, die der Vierbeiner nicht lange kauen muss. Clicken Sie nun – allerdings erst einmal mit etwas Abstand zum Hund, damit er vor dem Geräusch nicht erschrickt. Dann geben Sie ihm sofort ein Leckerchen. Diese Übung wiederholen Sie zehnmal, dann machen Sie Pause. Dreimal am Tag legen Sie nun so eine Übungssequenz ein. So lernt der Hund: Aha – wenn es Click macht, gibt's ein Leckerchen. Und er wird etwas tun, damit Sie Clicken.

Wie Sie den Clicker einsetzen können

Den Clicker können Sie für das Gehorsamstraining ebenso einsetzen wie für das Trick-Dogging. Wichtig ist: Benutzen Sie ihn immer nur als Bestätigung und nicht, um den Hund zu "rufen", sonst verliert er seine Wirkung. Ein Click ist immer ein Versprechen auf ein Leckerchen – vergessen Sie daher nie die kulinarische Belohnung im Anschluss. Um den Hund zum gewünschten Ergebnis zu bringen, benutzen Sie das so genannte Shaping: Das Verhalten des Hundes wird geformt. Zum Beispiel: Guckt er beim Gehen an lockerer Leine aufmerksam zu Ihnen hoch, ohne, dass Sie vorher etwas gesagt haben, gibt's einen Click und ein Leckerchen. Wiederholen Sie dies mehrfach, merkt der Hund, dass dieses Verhalten erwünscht ist und wird es erneut zeigen, um einen Click zu erhalten. So können Sie die Leinenführigkeit und den Rückruf ebenso trainieren wie das Pfötchen geben und Rolle machen. Und seien Sie sich sicher: Ihr Hund wird mit Begeisterung dabei sein!