Alltag

Welcher Bewegungs-Typ ist Ihr Hund?

Rasse, Alter und Gesundheitszustand spielen eine Rolle

Ein Hund möchte ausreichend bewegt werden. Und: Nur ein ausgelasteter Hund ist ein glücklicher Hund. Aber wie viel „fit“  braucht mein Vierbeiner wirklich? Eine allgemeingültige Antwort  gibt es darauf nicht. Am besten ist es, wenn der Halter auf rassetypische Besonderheiten, aber auch persönliche Vorlieben und natürlich auf das Alter und den Gesundheitszustand seines Vierbeiners achtet. Testen Sie daher mit uns: Welcher Sport-Typ ist Ihr Liebling? Mit der Antwort, die Sie erhalten, können Sie Ihrem Hund artgerechte Bewegung und Beschäftigung bieten – für ein rundum glückliches Hundeleben.

Typ 1: Der „Schlendrian“

Es gibt einfach Rassen und Mixe, die brauchen nicht so viel Bewegung. Die Englische Bulldogge zum Beispiel, oder der Mops.  Auch mit Hundesenioren und übergewichtigen Hunden sollten Sie auf Höchstleistungen verzichten. Klar, auch viele ältere Hunde sind noch topfit, und zum Abspecken ist Sport wichtig – dennoch gilt hier, bloß nichts zu übertreiben, um den Hund nicht zu überlasten und keine Verletzungen bei moppeligen Vierbeinern zu provozieren. Wenn Sie einen „Schlendrian“ an Ihrer Seite haben, der gerne ganz gemächlich seine Runden dreht, dann gehen sie auf sein individuelles Tempo ein. Legen Sie mit Rassen, die zu Atemproblemen leiden, lieber öfter am Tag kürzere Runden ein. Langweile muss dennoch nicht sein: Peppen Sie den Gassigang mit ein paar Gehorsamsübungen auf, oder lassen Sie Ihre Fellnase mal nach einem Leckerli suchen.

Typ 2: Der „Alltagssportler“

Neben den gemütlichen Hundetypen gibt es Rassen, die Sport durchaus zu schätzen wissen. Dazu zählen zum Beispiel Retriever, Schnauzer, Pudel und die meisten Terrier. Sie zählen – Gesundheit vorausgesetzt – zu den „Alltagssportlern“: Vierbeiner, mit denen Sie gerne auch mal zwischendurch etwas „Gas geben“ können, wenn Sie langsam damit beginnen und das Tempo dann gemeinsam steigern. Auch Agility macht diesen vierbeinigen Begleitern meist sehr viel Spaß. Achten Sie jedoch darauf, Sprünge erst ab einem Alter von einem Jahr (bei großen Rassen eineinhalb) zu machen, damit die Gelenke nicht zu sehr belastet werden. Gerade die „Apportierstars“, die Retriever, sagen zu einem Ballspiel niemals nein. Machen Sie Ihren Hund jedoch nicht zum Ball-Junkie, der rein auf das Spielzeug fixiert ist. Wechseln Sie lieber ab: Bei den „Alltagssportlern“ ist Vielseitigkeit Trumpf. Und warum nicht auch mal Dogdancing ausprobieren?

Typ 3: Die „Sport-Asse“

Sie kommen von einer 15-Kilometer-Joggingrunde zurück und gucken ihren kaputten Menschen mit fragenden Augen an: „Und, was machen wir jetzt?“ Gerade Hütehunde, darunter der Border Collie und der Collie, aber auch Dalmatiner gehören zu den „Sport-Assen“, die viel Bewegung brauchen. Agility und Flyball sind für diese Rassen wie geschaffen, und die meisten Hütehunde finden Treibball klasse. Auch das gleichförmige Laufen am Rad oder aber Longiertraining kommt ihnen entgegen. Wichtig ist jedoch: Auch so ein Power-Paket muss lernen, dass es feste Ruhezeiten gibt. Lasten Sie Ihren Hund körperlich aus – aber bespaßen Sie ihn nicht rund um die Uhr, sonst wird er überdreht. Kleine Spiele fürs Köpfchen sind gut zum „Runterkommen“.

Ausnahmen bestätigen die Regel

Jedoch gilt für alle Rassen ganz klar: Ausnahmen bestätigen wie überall im Leben die Regel! Vielleicht ist gerade Ihr Collie ja eine richtige Couch-Potato? Oder Ihr Labrador hat am Apportieren überhaupt kein Interesse? Sie sollten daher immer auch auf den Charakter Ihres Lieblings achten, damit Sie seinem Bewegungsbedürfnis individuell gerecht werden.