Vorsorge

Der Welpe in der Praxis

Tierarztbesuche entspannt gestalten

Egal, ob beim Impftermin oder bei einer aufgeschnittenen Pfote: Tierarztbesuche stehen für die meisten Hunde regelmäßig auf dem Plan. Umso wichtiger ist es, dass beim Vierbeiner keine Panik ausbricht, wenn er sich vor der Praxistür wieder findet. Mit ein paar Grundregeln lässt sich der Gang zum Doktor schon von Welpenbeinen an möglichst entspannt gestalten. Beste Voraussetzung dafür ist, dass Sie sich bereits frühzeitig nach einem Tierarzt umsehen, dem sowohl Sie als auch Ihr Hundekind vertrauen. Und zwar am besten bereits, bevor Ihr Hundebaby bei Ihnen Einzug hält. Denn auch ein Welpe kann sich immer einmal verletzen oder erkranken und wenn Sie dann auf die Schnelle einen Tierarzt benötigen, sollten Sie nicht erst lange suchen müssen.

Der erste Tierarzttermin

Am besten machen Sie bereits vor der Abholung Ihres Welpen einen Termin bei dem Tierarzt Ihrer Wahl aus. Denn Ihr Kleiner sollte den Tierarzt im Idealfall nicht erst zur ersten Impfung oder bei einer ersten Krankheit kennen lernen, wenn er direkt negative Erfahrungen in Form von Schmerzen erfährt, sondern bereits vorab. Dafür sollten Sie allerdings auch nicht die offene Sprechstunde besuchen, sondern einen Einzeltermin ausmachen. Denn in der offenen Sprechstunde ist es oft sehr voll und Ihr Welpe könnte von den vielen anderen Patienten beeindruckt sein. Zudem sind viele der Hunde im Wartezimmer nicht wirklich entspannt, sie hecheln und zittern und wollen am liebsten die Praxis so schnell wie möglich verlassen, sicherlich kein gutes Vorbild für Ihren Welpen. Für einen Einzeltermin ist aber oft eine Wartezeit von zwei bis drei Wochen nötig, so dass Sie diesen daher rechtzeitig ausmachen sollten!

Leckerli auf dem Untersuchungstisch

Nachdem Ihr Welpe sich bei Ihnen eingelebt hat und Sie die ersten Ausflüge in die große weite Welt unternommen haben, können Sie nach zwei bis drei Wochen das Abenteuer Tierarztbesuch einplanen. Wenn Sie nun das erste Mal die Praxis mit Ihrem Welpen besuchen, lassen Sie ihn dort aus gesundheitlichen Gründen nicht mit den anderen Hunden im Warteraum spielen. Am besten nehmen Sie ihn einfach auf den Schoß, so kann er sich auf keinen Fall anstecken. Nehmen Sie zudem einige Futterbrocken mit, so können Sie Ihrem Welpen den Aufenthalt beim Tierarzt positiv gestalten. Üben Sie dann alles, was Ihr Welpe später einmal gelassen ertragen soll: Warten auf der Waage, Hochheben auf den Tierarzttisch, eine gründliche Untersuchung durch den Tierarzt. Wenn es dafür dann immer einen kleinen Belohnungshappen gibt, wird Ihr Welpe bestimmt später immer wieder gerne zu Ihrem Tierarzt gehen! Am besten erfolgt beim ersten Mal auch noch kein „Pieks“, so dass sich Ihr Kleiner alles in Ruhe ansehen kann – und dann wieder die Praxis verlässt, ohne dass etwas passiert ist. 

Nur ruhiges Verhalten belohnen

Diese kleinen Stippvisiten können Sie immer mal wiederholen. Schauen Sie zwei, drei Mal in der Praxis vorbei und setzen sich ins Wartezimmer – und gehen dann wieder. Wenn wirklich eine Behandlung ansteht, dann gilt die Maxime: Entspannter Mensch – entspannter Hund! Seien Sie souverän und nicht nervös oder zappelig, Ihre Ruhe wird sich positiv auf Ihren Welpen auswirken. Wenn er Angst zeigt oder zittert, streicheln Sie ihn nicht und reden Sie auch nicht beruhigend auf ihn ein, da dies seine Furcht nur verstärken würde – Sie belohnen damit sein Verhalten indirekt. Besser: Loben Sie, wenn er ruhig und brav ist. Und wenn er wirklich mal ängstlich ist, strahlen Sie ruhige Gelassenheit aus – das hilft Ihrem Kleinen am besten!