Fell & Pfoten

Zieh Dich warm an!

So kommt Ihr Hund gut durch den Fellwechsel

Kennen Sie das? Plötzlich ist die Wohnung übersät von Haarbüscheln und Ihr vehementer Staubsaugereinsatz ist nun mindestens einmal täglich gefragt. Ein untrügliches Zeichen dafür, dass sich Ihr pelziger Liebling im Fellwechsel befindet! Dies ist im Frühjahr, wenn das Winterfell ausgeht, aber auch im Herbst der Fall. Mit unseren Tipps kommen Sie gut durch diese „haarige Phase“.

Fast alle Rassen sind vom Fellwechsel betroffen

Zunächst einmal sind vom Fellwechsel im Prinzip die meisten Rassen betroffen, außer derjenigen, die getrimmt werden müssen – dazu zählen zum Beispiel der Pudel, der Schnauzer und die meisten Terrier. Wann der Wechsel beginnt, das hängt von den Temperaturen, aber auch von der Tageslichtdauer ab.

Tägliches Bürsten ist während des Fellwechsels wichtig

Wichtig ist es, dass Sie Ihren Hund nun täglich bürsten. Und zwar nicht nur, um die Fellknäuel in der Wohnung geringer zu halten, sondern in erster Linie auch, um Ihrem Liebling etwas Gutes zu tun: Durch die sanfte Behandlung mit Bürste oder Massagehandschuh entfernen Sie abgestorbenes Haar, so dass das Winterfell schön und seidig nachwachsen kann. Gleichzeitig wird die Haut gut durchblutet, was zudem das Wachstum unterstützt.

Bei Junghunden geht der Fellwechsel etwas flotter

Der Fellwechsel kann rund sechs bis sieben Wochen dauern. Bei Junghunden geht's zumeist ein wenig schneller. Im Frühjahr dauert der Fellwechsel grundsätzlich länger und ist intensiver als im Herbst. Stellen Sie jedoch fest, dass er gar kein Ende nehmen will, dann sollten Sie den Tierarzt um Rat fragen: Es könnte ein Nährstoffmangel vorliegen, der mit Ergänzungspräparaten gut in den Griff zu bekommen ist. Auch, wenn auffallend kahle Stellen im Fell auftreten, sollten Sie einen Termin in der Praxis ausmachen. Auch das Fressnapf Tierarztteam steht Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

Etwas Öl kann unterstützen

Im Prinzip brauchen die meisten Hunde während dieser Zeit außer dem regelmäßigen Bürsten keine Unterstützung. Sie können jedoch ungesättigte Fettsäuren ins Futter geben, so dass das Winterfell besonders schön und seidig wächst. Träufeln Sie etwas Öl über das Futter. Hier gilt allerdings: Weniger ist mehr. Es sollte wirklich nur sehr wenig sein, sonst kann der Hund mit Durchfall reagieren, und es droht auch Übergewicht. Gut geeignet sind zum Beispiel Raps-, Kürbiskern oder auch Lachsöl. Nach rund drei Wochen können Sie dann bereits feststellen, dass das Haar mehr Glanz bekommt.

Keine Panik übrigens, wenn Ihr Hund das ganze Jahr über haart. Es muss keine Erkrankung dahinter stecken. Vorsichtshalber sollten Sie dies bei extremem Fellausfall aber abklären lassen. Gerade kastrierte Hunde neigen dazu, mehr Fell zu verlieren als unkastrierte. Hündinnen haaren dagegen vor der Läufigkeit verstärkt.