Training

Was ist Dummytraining?

Lesen Sie, worum es beim Dummytraining für apportierfreudige Rassen geht

Manche Hunderassen apportieren für ihr Leben gerne – weil sie ja eigentlich dafür gezüchtet worden sind. Dazu zählen zum Beispiel Retriever wie der Labrador und der Golden Retriever. Sie hatten ursprünglich die Aufgabe, geschossene Enten und Wasservögel aus dem Nass zu ziehen und dem Jäger zu bringen. Eine tolle Ersatzbeschäftigung (nicht nur) für Retriever ist daher das Dummytraining.

Was ist ein Dummy?

Ein Dummy ist ein Hilfsmittel aus grobem Stoff wie Segeltuch oder Canvas, gefüllt mit Sägemehl oder Granulat. Der Dummy simuliert im Apportiersport die Beute. Der Hund muss sich merken, wohin er gefallen ist und ihn zu seinem Herrchen oder Frauchen zurück bringen. Dabei ist es wichtig, dass der Vierbeiner ihn zielstrebig abliefert und nicht darauf herum kaut.

Apportieren für Einsteiger

Um beim Dummytraining erfolgreich zu sein, muss der Hund erst einmal lernen, den Dummy in den Fang zu nehmen. Bei Retrieverrassen klappt das meist im Handumdrehen, bei anderen Rassen ist manchmal etwas mehr Übung notwendig. Der Hund muss lernen, den Dummy länger im Maul zu halten. Dabei wird erst eine kurze Zeit belohnt und dann die Zeitspanne immer länger ausgedehnt. Wichtig ist, dass gelobt und belohnt wird, ehe der Hund den Dummy fallen lässt. Nächster Schritt ist, dem Hund beizubringen, dass er den Dummy abliefern muss. Dabei können Sie tauschen: Dummy gegen Leckerchen. Sie können dies auch zu Hause im Garten üben: Werfen Sie den Dummy, der Hund bleibt inzwischen im Platz. Auf Ihr Signalwort (z.B. "Los!") hin darf der Vierbeiner los rennen, nimmt ihn auf und bringt ihn wieder her. Hat er dies richtig erledigt, gibt's eine Belohnung.

Dummytraining für Profis

Bei den Profis besteht der Dummysport aus den drei Grundlagen Markieren, Suchen und Einweisen. Markieren bedeutet, dass der Hund zusieht, wie der Hundeführer den Dummy wirft, und sich die Stelle merkt. Zunächst wählt der Mensch eine einfache Flugroute, später die Stelle, an der der Dummy aufkommt, dies kann auch hinter Büschen oder im Gestrüpp sein. Auf das Okay des Hundeführers hin darf der Hund den Dummy dann holen. Dabei muss er auch seine Nase einsetzen.

Das Suchen beim Dummytraining

Suchen nennt man die Übung dann, wenn Hund und Hundeführer nicht genau nachvollziehen konnten, wohin der Dummy gefallen ist. Dann zeigt der Mensch dem Hund nur das ungefähre Suchgebiet an, und die selbständige Nasenarbeit für das Tier beginnt.

Das Einweisen

Einweisen schließlich bedeutet, dass der Hundeführer dem Hund anzeigt, wohin der Dummy gefallen ist. Dies kann er mit Handzeichen, Stimme oder Pfeife machen. Wichtig ist, wenn der Mensch seinen Hund schickt und dirigiert, die gute Zusammenarbeit zwischen Hund und Mensch. Der Vierbeiner arbeitet selbständig, aber immer in Blick auf den Menschen und schaut, ob nicht plötzlich ein Richtungswechsel oder ein neues Signal erfolgt. Egal, ob beim Markieren, Suchen oder Einweisen: Die meisten Hunde sind beim Dummytraining mit Feuereifer dabei, und die Sportart gilt als sehr auslastend.