Grundlagen

Freund oder Feind?

Hundebegegnungen, ganz entspannt meistern

Die Sonne lacht vom Frühlingshimmel – nichts wie raus in die Natur! Diese Idee haben jetzt im Frühjahr so ziemlich alle Hundehalter. Deshalb treffen Sie jetzt beim Spaziergang mit Ihrem Liebling im Grünen nun auch ganz viele andere Menschen mit Vierbeiner. Hundebegegnungen sind vorprogrammiert – gestalten Sie sie möglichst entspannt.

Zunächst einmal gilt die Maxime: Entspannter Mensch, entspannter Hund. Wenn Ihr Vierbeiner einen Artgenossen erblickt, werden Sie nicht hektisch, selbst, wenn er dazu neigt, diesen anzukläffen oder wenn sich ihr Jungspund sich gerade so gar nicht mit anderen Rüden oder Hündinnen vertragen will. Bleiben Sie ruhig und signalisieren Sie so: Alles okay.

Um möglichst früh zu erkennen, wie die Begegnung ablaufen wird, sollten Sie auf die Körpersprache Ihres Hundes, aber auch die des "Kollegen" schauen. Dazu ist es hilfreich, vorher über Hundekommunikation und Beschwichtigungssignale zu lesen – es gibt sehr gute Bücher und auch DVDs zu diesem Thema.

Sind beide Hunde an der Leine, so achten Sie darauf, dass diese bei Ihnen und Ihrem Hund locker ist. Reagiert Ihr Hund entspannt, gehen Sie langsam am anderen Mensch-Hund-Team vorbei. Findet auch der andere Vierbeiner es in Ordnung, kann man die beiden kurz schnuppern lassen. Ein Spiel sollte an der Leine nicht stattfinden. Wenn beide Tiere signalisieren, dass sie in Spiellaune sind, können Sie fragen, ob das andere Herrchen oder Frauchen die Leine los machen möchte, so dass die beiden neuen Freunde ein wenig toben können.

Reagiert Ihr Hund oder der andere Vierbeiner aggressiv oder unwillig, dann schlagen Sie einen größeren Bogen. Wählen Sie einen genügend großen Radius – so groß, dass Ihr Hund noch cool bleibt. Gehen Sie zügig vorbei, ohne auf Ihren Liebling einzureden.

Auch diese Situation kommt vor: Ein scheinbar herrenloser Vierbeiner kommt auf Ihren Hund zugaloppiert. Nähert er sich in freundlicher Absicht, können Sie auch Ihre Leine los machen und die Hunde können kontakten. Scheint sich die Begegnung unerfreulich zu entwickeln, dann sollten Sie Ihrem Liebling sichere "Manndeckung" bieten und den Neuankömmling weg schicken.

Und wenn es nun "Ihrer" ist, der keck ohne Leine auf einen anderen Hund zumarschiert? Findet das andere Mensch-Hund-Team das okay, dann stoßen Sie langsam und mit ruhigen Schritten dazu (Sie können sich ja entschuldigen) und lassen die Hunde schnuppern. Reagiert Ihr Racker unfreundlich, dann drehen Sie sich wortlos um und gehen weg. Ihr Jungspund wird sich dann nicht mehr in Sicherheit wiegen, wenn Sie nicht mehr da sind, und Ihnen rasch folgen.