Entwicklung

Schritt für Schritt zum Erwachsenwerden

Die Entwicklungsphasen eines Welpen

Auf dem Weg zum Erwachsenwerden durchläuft der Welpe beziehungsweise Junghund mehrere Phasen. Neben der bekannten  Präge- und Sozialisierungsphase gehört dazu auch die berühmt-berüchtigte Pubertät. Doch es gibt noch mehr Entwicklungsphasen.

Vegetative Phase

Die erste beginnt bereits direkt nach der Geburt und heißt Vegetative Phase. In dieser ersten und zweiten Woche passiert noch nicht sehr viel mit dem kleinen Kerl: Augen und Ohren sind geschlossen, der Geruchssinn wenig ausgeprägt. Er ist fast nur mit Trinken und Schlafen beschäftigt.

Übergangsphasen

Ein wenig wahrnehmen kann er seine Umgebung erst in der so genannten Übergangsphase in der dritten Woche. Um den 17. Lebenstag herum lernt der Welpe langsam das Sehen und hört nun auch. Jetzt nimmt er Notiz von seinen Geschwisterchen und auch von ersten Außenreizen.

Prägephase

Eine ganz wichtige Zeit ist die sich anschließende Prägephase von der vierten bis zur siebten Woche. Diese gilt es optimal zu nutzen, da in dieser Zeit die Persönlichkeit des Welpen definiert wird. Er kann nun hören, sehen und riechen und lernt, Eindrücke zu verwerten. Daher ist es ganz wichtig, dass diese in dieser Phase vielfältig sind, damit sich der kleine Hund zu einem gefestigten und angstfreien Erwachsenen entwickelt. Mit den anderen Welpen tollt er nun herum, misst sich mit ihnen und lernt die Spielregeln in einem sozialen Gefüge – ganz wichtig für seine spätere soziale Kompetenz.

Sozialisierungsphase

In der Sozialisierungsphase (8. bis 16. Woche) lernt der kleine Hund, sich in seiner Umgebung zurecht zu finden. Sie als Hundeeltern haben die Aufgabe, Ihren Kleinen nun fit fürs Leben zu machen. Neue Geräusche und viele Eindrücke gilt es dem Welpen zu präsentieren, ohne ihn dabei zu überfordern. Da er in dieser Zeit besonders gut lernt, kann man erste kleine Übungen machen und ihn mit vielen Menschen und anderen Tieren zusammen führen – wichtig sind die positiven Erlebnisse dabei. Konsequenz von Anfang an ist bedeutend, denn in der Sozialisierungsphase sucht der Knirps auch seinen Platz im Rudel und wird auch versuchen, Ihre Grenzen auszutesten.

Pubertät

Dies gilt besonders auch für die Pubertät (ab dem siebten Lebensmonat bis ungefähr zum zwölften, je nach Rasse). In dieser Phase wird so mancher wohl erzogene kleine Hund vorübergehend zum Rüpel. Ähnlich einem pubertierenden Teenager versucht er, seine eigenen Wege zu gehen und neue Regeln aufzustellen. Alles, was bereits gut funktioniert hat, scheint vergessen. Wenn Sie Ihren „Jugendlichen“ mit liebevoller Konsequenz durch diese zugegeben etwas anstrengende Phase begleiten, gehört diese schon bald der Vergangenheit an. Der Rüde beginnt nun übrigens, sein Beinchen zu heben, und die Hündin wird zum ersten Mal läufig.

Reifungsphase

Die letzte Phase ist die so genannte Reifungsphase, vom 12. bis zum 18. Monat. Ihr Jungspund wird nun endgültig zum Erwachsenen. Nun wird sich heraus stellen, ob die Präge- und Sozialisierungsphase optimal genutzt wurde. Aber auch in der Reifungsphase sollten Sie gemeinsam mit Ihrem Hund weiter üben – denn schließlich lernt auch Hund nie aus!