Zeckenschutz ist wichtig

20. April 2012, geschrieben von Dr. Lioba Schätz

Haben Sie eigentlich gewusst, dass es weltweit über 850 verschiedene Zeckenarten gibt? Keine Sorge - bei uns sind es lediglich drei verschiedene Arten, die im Gras und Wald auf Ihren Hund lauern. Aber schützen müssen Sie Ihren Liebling dennoch gegen die Spinnentiere, denn sie können schwere Krankheiten übertragen. Die häufigste Zecke bei uns ist der gemeine Holzbock (Ixodes ricinus), der neben FSME auch die Erreger von Anaplasmose und Borreliose weitergeben kann. Langsam heimisch werden allerdings auch die aus südlichen Gefilden eingewanderten beiden Zeckenaten: Die Braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus) als potenzielle Überträgerin von Babesiose, Ehrlichiose und Hepatozoonose sowie die Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus) als Überträgerin von Babesiose.

Viele Menschen glauben, dass Zecken im Wald auf ihre Wirte warten. Das stimmt natürlich - allerdings nicht ausschließlich. Auch in Wiesen und sogar im Garten tummeln sie sich und sind auf der Suche nach einer Mahlzeit. Zecken fallen nicht von Bäumen, sie krabbeln von unten auf ihre Opfer. Deshalb sollten Sie Ihren Hund nach jedem (!) Spaziergang gründlich absuchen. Denn hat sich eine Zecke festgebissen, ist es sehr wichtig, dass diese so rasch wie möglich entfernt wird:
Krankheitsüberreger werden in der Regel erst rund 24 Stunden nach dem Biss abgegeben. Wichtig ist, wenn Sie eine Zecke entfernen, dass sie diese nicht quetschen - sonst gibt diese ihren Mageninhalt mitsamt möglicher Erreger auf den Hund ab. Nehmen Sie dazu nie die bloßen Finger, sondern immer eine Zeckenzange, und hebeln Sie die Zecke vorsichtig heraus, so dass das Beißwerkzeug nicht stecken bleibt.

Zecken können grundsätzlich das ganze Jahr über aktiv sein, die "heiße Phase", in der Sie Ihren Hund schützen müssen, ist jedoch von März bis ungefähr November, abhängig von den Temperaturen. Wappnen können Sie Ihren Hund mit Halsbänder, Spot-Ons und Sprays. Halsbänder halten in der Regel mehrere Monate an und geben ständig ihren Wirkstoff auf die Haut des Hundes ab. Sie sollen sowohl eine zeckenabschreckende Wirkung besitzen als auch das Spinnentier abtöten, sollte es sich dennoch festbeißen. Sprays werden auf das ganze Fell aufgetragen, der Wirkstoff wird dann auch in die Haut abgegeben. Der Wirkungseintritt ist sofort. Je nach Präparat muss man ca. alle vier Wochen neu sprühen.
Einfacher aufzutragen sind Spot-Ons, die in den Nacken beziehungsweise bei größeren Hunden in Nacken und auf die Schwanzwurzel geträufelt werden. Der Wirkstoff verbreitet sich in der oberflächlichen Fettschicht der Haut, und die Wirkung hält rund vier Wochen an. Für alle Mittel gilt: Geht der Hund oft baden, dann muss das Präparat häufiger aufgetragen werden. Die Wirksamkeit hängt übrigens nicht von der Anwendungsart, sondern von dem enthaltenen Wirkstoff ab. Denken Sie also zuverlässig an den Zeckenschutz. Bis(s) es kalt wird!

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