Wohin Hunde nicht dürfen

21. August 2013, geschrieben von Anja Neuhausen

Ich könnte mich grad tierisch aufregen. In meiner Heimatstadt ist grad das Volksfest - eine riesige Kirmes, die zweitgrößte nach dem Münchner Oktoberfest in Bayern. Es ist ein super Fest, es ist lustig und die Leute sind alle gut drauf.
Aber: Es ist auch laut, es ist voll, es ist hektisch und es ist stressig. Die Veranstalter haben deshalb ein Hundeverbot ausgesprochen. Mit Recht. Hunde haben auf Volksfesten meiner Meinung nach nichts zu suchen. Für sie ist es eine Qual: In ihren Ohren dröhnt es, sie finden sich zwischen lauter Beinen wieder, werden womöglich getreten und wissen gar nicht, wie ihnen geschieht.
Dennoch gibt es so viele unvernünftige Hundehalter, die ihren Tieren das antun. Gestern Abend sah ich wieder einen Labrador, der an der Leine zog wie wild, total panisch, abends, im dichtesten Getümmel und von lauter Partymusik beschallt. Ich konnte es gar nicht fassen. Oder der winzige Chihuahua, dem alles so riesig vorkommen muss.
Biene und Sammy bleiben in dieser Zeit wohlversorgt zu Hause. Sie dürfen vorher ausgiebig Gassi gehen und dann, wenn Frauchen auf diesem Fest arbeiten und Fotos machen und schreiben muss, liegen sie zufrieden in ihren Bettchen und warten, bis wir wieder da sind. Sie haben es ruhig und leise, und keiner tritt ihnen auf die Pfoten. Weil wir unsere Hunde lieben - und wissen, dass sie nicht überall dort, wo wir glücklich sind, es auch sind.