Wir lieben ihn aber

17. Dezember 2014, geschrieben von Holger Schüler

Ratsuchende Hundebesitzer leiten ihre Anfragen an mich als Welpenclub-Experten oft mit den Worten ein: „Wir haben ihn/sie schon sehr lieb gewonnen, aber...“ oder „Er ist ein ganz Lieber, aber...“ oder, noch ein Klassiker: „Er meint es ja nicht böse, aber...“

Dabei haben Fragen der Hundeerziehung eigentlich nicht viel mit Liebe und lieb sein zu tun. Hunde meinen nie etwas böse, und dass man als Hundehalter seinen Hund gern hat, ist doch eigentlich eine Selbstverständlichkeit.

Problematisch wird es, wenn das ganze Ding mit der „Liebe“ zur Ausrede wird. Nur weil es der große Hund „nicht böse meint“, wenn er sich losreisst und auf einen kleineren Hund zustürzt, heisst das noch lange nicht, dass das Verhalten in Ordnung ist. Ein Hund, der jeden beisst, der ihn anfassen will, ist nicht „eigentlich ganz lieb“, sondern steht hochgradig unter Stress. Und seinen Hund zu lieben, sollte kein Grund dafür sein, ihm Erziehung „ersparen“ zu wollen. Denn sonst kommt es eben immer zu den typischen Sätzen wie:

Wir haben ihn lieb – ABER wir haben ein Problem. Er ist ja ganz lieb, ABER er beisst – bellt – hört nicht – ist aggressiv an der Leine usw. Er meint es nicht böse....

Den Hund zu lieben, darf nicht bedeuten, alles hinzunehmen. Wenn es Probleme gibt, muss man Lösungen suchen. Solange es ein „Aber“ gibt, ist die ganze große Hundeliebe nichts weiter als eine Ausrede für Bequemlichkeit. Und der Hund? Ist die Nervensäge. Und er spürt das! Ein solcher Hund fühlt sich nicht akzeptiert, zugehörig, „geliebt“. Es geht ihm nicht gut damit, daran ändert die ganze Liebe nichts.

Wer seinen Hund liebt, der sollte ihm geben, was er braucht: Konsequenz. Klarheit. Regeln, die der Hund verstehen kann. Das ist Hundeliebe ohne Wenn und Aber.

nadjaalp hat am 24. Dezember 2014 gesagt...
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Hallo Zusammen und zuerst mal fröhliche Weihnachten. Ich habe mir quasi selbst das wohl größte Geschenk gemacht. Am Samstag durfte ich nun endlich meinen neuen besten Kumpel Teddy vom Züchter holen. Es ist ein Japan Spitz und er ist einfach nur hinreisend. Leider musste ich meinen 16 Jahre alten Rüden im September einschläfern lassen, er war ein Klein Spitz, ihn habe ich damals mit 9 Monaten aus zweiter Hand bekommen. Und es waren turbulente Jahre. Jedenfalls habe ich bei Teddy etwas bemerkt was mich wirklich stört. Er ist jetzt 10 Wochen alt und seit drei Tagen (4 ist er ja erst hier) ist mir aufgefallen das er seinen eigenen Kot frisst, und seit vorgestern nicht nur seinen! Auch draußen wird fleißig probiert. Es ist nicht so das er den ganzen Haufen verschlingt, auch bei seinem eigenen schnappt er sich was, springt davon und isst es dann. Man kann sich sicher vorstellen das der Ekelfaktor hier recht hoch ist, zumal ich auch draußen hinter ihm her springe und versuche es ihm rechtzeitig aus dem Maul zu nehmen. So ein Verhalten kann ich von Barry garnicht, deshalb überfordert mich die ganze Situation etwas. Ich möchte auf keinen Fall das sich das Verhalten festigt und er das immer macht. Was kann ich denn hier tun? Ich hab schon von Nährstoffmangel gelesen. Er bekommt das Welpenfutter von Grau, daher würde ich das eigentlich schon mal ausschließen da es ja recht hochwertig ist. Ich wäre sehr dankbar für alle Tipps. Vielen Dank und liebe Grüße Nadja
Carmenaxel hat am 07. Januar 2015 gesagt...
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Hallo wir haben einen 6 monate alten mischlingsrüden der aus allen halsbänder und brustgeschirren sich rausfindest ????Er kommt aus rumänien und ist ein sehr ängstlicher und panischer hund ??? irgendwelche tipps vielen dank