Wenn Hunde nicht Gassi gehen dürfen

10. Juli 2013, geschrieben von Welpenclub Experten-Team

Für die meisten Hunde sind die täglichen Spaziergänge der absolute Höhepunkt im Tagesablauf. Es macht riesig viel Spaß, zu rennen, zu schnüffeln und etwas zu erleben. Umso schlimmer, wenn die Gassigänge entfallen müssen. Für pflichtbewusste Hundehalter ist schlechtes Wetter natürlich kein Grund dafür. Und dennoch gibt es Situationen, in denen Spaziergänge nicht möglich sind. Zum Beispiel, wenn der Hund verletzt ist oder operiert wurde.

Ein Beispiel: Wenn eine Hündin kastriert wurde, sollte sie sich ungefähr eine Woche lang schonen. Die ersten zwei Tage ist dies meistens kein Problem, da der Vierbeiner von der OP und der Vollnarkose noch geschwächt ist und schläft. Aber dann erwachen meist die Lebensgeister, und der Vierbeiner möchte sich wieder bewegen. Um die Wundheilung nicht zu verzögern, wird der Tierarzt davon abraten. Außerdem kann sich sonst Wasser an der OP-Naht bilden, wenn die Hündin zu viel herum springt. Es gilt also, sich Beschäftigungen zu suchen, die auslasten und dennoch keine körperlichen Kräfte beanspruchen.

Soll sich der Hund überhaupt nicht bewegen, ist das Spiel "Wo ist das Leckerli?" genau das Richtige. Setzen Sie sich mit ein paar sehr klein geschnittenen Wurst- oder Käsestückchen oder klein gebröckelten Lieblings-Leckerli vor Ihren Hund. Dann nehmen Sie einen der Leckerbissen in ihre Hand. Wirbeln Sie nun vor der Nase Ihres Hundes Ihre Fäuste durcheinander. Und jetzt geht's um die Wurst: Der Hund muss riechen, in welcher Hand sich das Leckerli befindet. Gelingt ihm dies, öffnen Sie die Faust und lassen ihn den Bissen schnappen.

Auch gut ist die Zeit, in der der Hund wieder gesund werden soll, dafür, um das Signalwort "Meins!" zu üben. Das kostet keine Kraft -und Lernen lastet dennoch aus. Es geht darum, dass der Vierbeiner lernt, dass er Leckerchen nur auf Kommando fressen darf, auch, wenn sie frei herum liegen. Legen Sie das Leckerchen vor Ihren Hund auf den Boden - passen Sie aber auf, dass er es nicht gleich schnappt. Will er es sich holen, legen Sie die Hand drauf und sagen Sie bestimmt "Meins!" Warten Sie nun so lange, bis der Hund Sie anblickt. Dann entfernen Sie die Hand und sagen: "Nimm's dir!" Wiederholen Sie dies nun einige Male. Bald schon wird der Hund wissen, dass er Sie anschauen muss, um das Leckerchen nehmen zu dürfen, und Sie brauchen nicht mehr die Hand drauf halten.

Üben Sie aber mit einem Hund, der operiert wurde oder verletzt ist, immer nur wenige Minuten. Denn auch das strengt ihn an. Und er soll vor allem eines: Sich richtig gesundschlafen.