Wenn Hunde Angst haben

27. Juni 2012, geschrieben von Welpenclub Experten-Team

Hat Ihr Hund vor irgendetwas Angst? Vor Gewitter vielleicht? Vor Silvesterknallern? Oder vor dem Staubsauger? Oder fürchtet er sich vor anderen Hunden? Viele Hunde haben einen Schwachpunkt - etwas, vor dem sie Angst haben. Dann sind Lösungen gefragt. Denn Angst kann in Dauerstress ausarten, und Dauerstress macht krank. Zwanghaftes Lecken oder andere Zwangsneurosen können die Folge sein.

Für Anja Mack und Kirsten Wolf, die das Buch "Mein Hund hat Angst" des GU-Verlags geschrieben haben, ist es wichtig, einem Hund, der Angst hat, ein Alternativverhalten aufzuzeigen. Sie zeigen in ihrem informativen Ratgeber auf, was helfen kann. Für die Autorinnen sind zunächst klare Regeln sehr wichtig: Der Hund muss ihnen zufolge wissen, dass er nicht die Chefposition übernehmen muss, sondern dass sein Herrchen oder Frauchen ihm dies abnimmt. Ein Liegeplatz, der nicht dazu einlädt, sämtliche Türen zu überwachen, das Gehen an lockerer Leine und die Orientierung am Besitzer sind für Mack und Wolf sehr wichtig. Fürchtet sich der Hund vor Geräuschen, leiten sie den Besitzer an, draußen einfach weiterzugehen, nicht in die Richtung des Geräusches zu blicken und dem Hund zu signalisieren, dass alles okay ist. Fürchtet er sich vor Gegenständen oder anderen Hunden, sollte der Mensch einen Bogen schlagen um die vermeintliche "Gefahrenquelle", dabei ruhig und gelassen agieren und dem Hund zeigen, dass kein Grund zur Besorgnis besteht. Spezielle Massagen und Anti-Stress-Techniken tragen zum Wohlbefinden bei und stärken die Mensch-Hund-Bindung. Bei extremen Ängsten können auch Medikamente eingesetzt werden - hier muss aber genau abgewägt und der Tierarzt befragt werden.

Häufig machen Halter den Fehler, durch Zuspruch und noch mehr Liebe ihrem ängstlichen Vierbeiner zu helfen. Doch dieser gut gemeinte Trost bewirkt meist das genaue Gegenteil: Er bestärkt den Hund noch in seinem Denken, dass ihm gerade etwas Schlimmes geschieht. Die Autorinnen von "Mein Hund hat Angst" zeigen, wie es besser geht: Mit einem gezielten und dadurch effektiven Anti-Angst-Training. Damit sich Mensch und Hund gegenseitig Sicherheit geben, gibt es verschiedene Bewältigungsstrategien, die angewendet werden können. Neben der gezielten Konfrontation mit den Angstursachen spielt aber auch die Entspannung eine zentrale Rolle. Ein auf Angsthunde zugeschnittenes Wohlfühl-Programm für Körper und Seele hilft dabei. So wird aus dem ängstlichen Hund Schritt für Schritt ein souveräner Begleiter fürs Leben - bestimmt auch aus Ihrem!