Weil's im Körbchen spukt

12. Mai 2011, geschrieben von Anja Neuhausen

Neulich habe ich in einem Shop für witzige Hunde-T-Shirts ein Oberteil mit der Aufschrift gesehen: "Der schläft nur im Bett, weil es im Körbchen spukt". Ich glaub, das werd ich mir noch bestellen. Ich habe nämlich inzwischen zwei Hundis, die ihre superweichen, ergonomisch geformten, nach aktuellen Ansätzen aus der Hundeschlafwissenschaft konzipierten Körbchen kategorisch meiden und dafür Nacht für Nacht ihre kleinen Körper in unserem Bett breiter als breit machen. In den Hundekörben schlafen dafür die Katzen. Verkehrte Welt...!
Aber, um ganz ehrlich zu sein: Ich will es ja auch gar nicht anders. Ich wäre traurig, ja, regelrecht beleidigt, wenn einer meiner Hunde in der Nacht NICHT ins Bett käme. Es gibt für mich nichts Schöneres, als ein warmer, weicher, felliger Hundekörper, der sich an mich drückt, und ein leises, dezentes Schnarchen zweier Wuffis, die nach einem erfüllten Tag selig bei mir schlummern. Ich glaub, anders könnte ich gar nicht einschlafen!
Na gut, auf der Couch machen sich meine zwei schon manchmal ganz schön breit. Ja, ich gebe zu: Biene und Sam dürfen auch aufs Sofa. Nachdem die meisten Hundeprofis unisono sagen, dass ein Hund keinesfalls die Weltherrschaft an sich reißen will, wenn er auf der Couch liegt, und bestimmt auch kein Dominanzproblem droht, sehe ich da gar nichts dagegen (außer vielleicht der Hundehaare, aber das ist ein anderes Kapitel). Manchmal, wenn ich ganz viel Glück habe, rutschen sie sogar ein Stückchen und lassen mich auch drauf. Da ich Kontaktliegen mit den Hunden ganz wichtig finde, liege ich auch manchmal mit den beiden Zwergen am Boden, wenn sie Rinderkopfhaut kauen: Auf einem großen Schaffell. Als Biene noch ein "Einzelkind" war, kam es auch mal vor, dass ich am Schaffell eingenickt war beim entspannenden abendlichen Fernsehprogramm. Als ich wieder aufwachte, lag Biene königlich auf der Couch, und mir tat alles weh vom harten Fußboden. Ohne Worte!