Was uns auf die Palme bringt

24. Oktober 2012, geschrieben von Anja Neuhausen

Manchmal bin ich ganz schön wütend - und zwar auf andere Hundehalter. Die bringen mich manchmal richtig auf die Palme. Denn sie verhalten sich so, dass andere Hundehalter - und somit auch ich - in Misskredit kommen. Geht Euch das manchmal auch so?
Zum Beispiel, wenn sie ihre Hunde einfach frei laufen lassen, ohne sie zurückzupfeifen, wenn ein Artgenosse sich nähert. Ich nehme meine beiden stets an die Leine, wenn ich in der Ferne einen anderen Hund sehe. Erst, wenn ich merke, dass es ein "Kollege" ist, den wir gut kennen und bei dem der Kontakt erlaubt ist, lasse ich sie wieder laufen. Aber bei fremden Hunden würde ich Biene und Sammy nie auf den fremden Artgenossen zustürmen lassen. Wer weiß schließlich, wie die Reaktion ausfällt? Ob er überhaupt verträglich ist mit Artgenossen? Ich finde es äußerst unhöflich, den eigenen Hund einfach losrennen zu lassen. Aber manche Leute haben damit überhaupt kein Problem. Das viel zitierte "Meiner tut nix!" rufen sie einen dann schon von weitem zu. Am liebsten würde ich dann sagen "Aber meiner!" Irgendwann sage ich mal "Meiner hat Flöhe!" - mal gucken, ob sie ihren Hund dann schneller anleinen. Ich weiß tatsächlich nie, wie Biene und Sammy auf einen fremden Hund reagieren, und fühle mich in so einer Situation nicht nur unwohl, sondern sogar bedrängt. Das bringt mich auf die Palme!
Auch bringt mich auf die Palme, wenn jemand das Häufchen seines Hundes nicht eintütet, wenn jemand seinen Hund andere Menschen anspringen lässt, wenn jemand mit einem dauerkläffenden oder winselnden Hund ins Restaurant geht oder wenn einer seinen Rüden in der Stadt jede Hausecke anpinkeln lässt. Warum ich mich da so drüber ärgere? Weil wir Hundehalter so selber das Unsere tun, damit sich unser Image nicht verbessert. Jeder muss Rücksicht nehmen - die Nichthundehalter und die Hundehalter. Machen wir's doch mit gutem Beispiel vor, vielleicht wird unsere Gesellschaft dann ein wenig hundefreundlicher!