Was sind eigentlich Giardien?

14. November 2012, geschrieben von Welpenclub Experten-Team

Immer wieder ist zu hören, dass ein Hund sich mit Giardien angesteckt hat. Aber was ist das eigentlich? Wir klären auf.

Giardien sind einzellige Parasiten, das heißt Paraisten die nur aus einer einzigen Zelle bestehen. Dadurch können sie sich sehr schnell vermehren. Giardien legen im Dünndarm und Kapseln sich ab, wenn sie ausgeschieden werden. Diese „Zysten“ fühlen sich in feuchter Umgebung wohl, sind extrem ansteckend und können in kühlem feuchten Umgebungsklima sogar mehrere Monate ansteckend sein. Hunde können sich daher bei anderen Hunden und auch überall in der Umgebung mit Giardien anstecken. Besonders gefährlich sind Anlagen mit vielen Hunden wie Tierheime oder auch größere Zwinger.

Wie äußert sich nun eine Infektion mit Giardien? Bei Welpen, sehr alten oder geschwächten Tieren kann es zu schweren Durchfällen kommen, aber auch immer wieder kehrende leichtere Durchfälle können ein Anzeichen sein. Gesunde ausgewachsene Tiere können infiziert sein, ohne Krankheitsanzeichen zu haben und damit unbemerkt eine Ansteckungsquelle sein.  Bei länger anhaltendem oder immer wiederkehrende Durchfall sollte der Kot also auf jeden Fall auch auf Giardien untersucht werden. Ist der Hund positiv, muss er behandelt werden und man muss durch konsequente Hygiene verhindern, dass er andere Hunde oder auch sich selbst immer wieder infiziert. Um zu verhindern, dass der Hund sich infiziert, ist eine gute Hygiene von Futterschüsseln und Wassernäpfen, besonders, wenn mehrere Hunde gehalten werden. Hunde sollten keine Dinge vom Boden fressen, vor allem keinen Kot anderer Hunde, und auch nicht aus Pfützen trinken. Da die Parasiten jedoch so ansteckend und gleichzeitig unempfindlich sind, kann man eine Infektion nie ganz verhindern, wichtig wäre daher auch bei gesunden Hunden, regelmäßig den Kot untersuchen zu lassen.