Strafe - ja oder nein?

26. September 2012, geschrieben von Anja Neuhausen

Was macht Ihr, wenn Eure Hunde nicht das tun, was Ihr gerne hättet? Bestraft Ihr sie dann? Wenn ja, wie? Ich weiß, das ist ein strittiges Thema, aber mich würden einfach mal Eure Meinungen interessieren.
Eins vorneweg: Ich bin kein Freund von Strafe. Ich habe noch nie einen meiner Hunde geschlagen und würde es auch nicht tun. Mit dem sanften Weg, den ich in der Hundeerziehung beschritten habe, bin ich bislang ganz gut gefahren. Dennoch gibt es Situationen, in denen ich aus der Haut fahren könnte und in denen es zumindest ein sehr deutliches Wort von mir gibt. So eine Situation ist, wenn einer meiner Hunde beim Gassigehen zurück bleibt, um irgendetwas aufzufressen, was da herumliegt, und nicht kommt, wenn ich ihn rufe. Da kann ich richtig, richtig sauer werden. Im Normalfall drehe ich dann um, marschiere strammen Schrittes auf den "Sünder" zu und nehme ihn mit Nachdruck an die Leine. Anschreien würde ich meine Hunde nicht, bringt ja auch nichts, wie heißt das schöne Sprichwort: "Wer schreit, hat Unrecht". Aber ich ignoriere sie danach eine Weile, bevor die Welt für mich wieder in Ordnung ist. In einem besonders krassen Fall - Biene hatte sich über einen toten Fasan hergemacht, und ich musste bestimmt 600 Meter wieder zurück kehren, weil Madame einfach nicht kam - habe ich meinem nicht-folgsamen Hund auch schon mal kurz die Schnauze zugehalten. Das ist allerdings der absolute Ausnahmefall bei mir, sowas tut mir danach immer endlos leid, und ich fühle mich viel, viel schlechter als der Hund.
Also mache ich weiter auf dem sanften Weg - ignoriere unerwünschtes Verhalten oder klatsche höchstens mal in die Hände und sage scharf "Nein!" oder "Aus!" Eigentlich bin ich damit bislang sehr gut gefahren. Und wie sind Eure Erfahrungen?