So macht Streicheln jedem Spaß

16. April 2014, geschrieben von Welpenclub Experten-Team

Hunde sind einfach so knuddelig. Ihr Fell so weich und kuschelig – wir möchten sie einfach unentwegt anfassen, herzen und drücken. Aber, beim Kuscheln gilt: Weniger ist manchmal mehr. Lesen Sie, wann und wie Sie richtig Streicheln.

Die meisten Hunde zeigen von sich aus, wenn sie gerne Körperkontakt haben wollen. Sie kommen zu uns und schmiegen sich an uns. Sie freuen sich dann, wenn sie am Kopf oder an den Ohren gekrault werden oder wenn wir ihnen, immer in Wuchsrichtung, sanft übers Fell streicheln. Aber auch, wenn wir unseren Hund noch so lieben: Umarmen sollten wir ihn nicht. Viele Vierbeiner fühlen sich dabei bedrängt. Sie akzeptieren es zwar – aber sie genießen es nicht.

Streicheln ist wichtig. Dabei wird das Bindungshormon Oxytocin ausgeschüttet, das für das richtige Zusammengehörigkeits- und Wohlfühl-Gefühl sorgt. Wenn wir unseren Hund streicheln, dann festigen wir unsere Beziehung.

Dennoch gibt es Situationen, in denen Sie nicht streicheln sollten. Zum Beispiel, wenn er gerade mit einem Artgenossen spielt oder auf dem Hundeplatz trainiert. Oder wenn er frisst. Viele Hunde wollen auch nicht angefasst werden, wenn sie betteln. Akzeptieren Sie das und verschieben Sie die Kuscheleinheit auf später. 

Wenn Sie einen fremden Hund streicheln wollen, fragen Sie immer den Besitzer.   Signalisiert er seine Zustimmung, können Sie in die Hocke gehen. Drehen Sie sich ein wenig seitlich vom Hund weg und blicken Sie ihm nicht direkt in die Augen – das wäre eine Konfrontation. Fühlt er sich wohl, können Sie ihn anfassen.

Grundregel beim Streicheln ist, dass Sie sich nie über einen Hund beugen sollten und ihn von oben her anfassen. Für viele Hunde ist dies eine Bedrohung. Begegnen Sie ihm stattdessen auf Augenhöhe und lassen Sie ihn erst beschnuppern. Signalisiert er, dass er nicht gestreichelt werden möchte, dann akzeptieren Sie das. Auch Hunde wollen nicht von jedem anfasst werden – genau wie wir Menschen.