So kommen Sie gut durch die Silvesternacht

18. Dezember 2013, geschrieben von Welpenclub Experten-Team

Die meisten Hunde haben Megastress an Silvester. Die knallenden, zischenden Raketen und Böller jagen ihnen eine Heidenangst ein. Doch Sie können einiges tun, um Ihrem Hund den Silvesterstress ein wenig leichter zu machen.Ein gutes Mittel ist Desensibilisierung. Das bedeutet, dass man dem Hund schrittweise die Angst vor dem Krach nimmt. Damit muss schon einige Wochen vor Silvester begonnen werden. Dies funktioniert mit einer Desensibilisierungs-CD, auf der Böller- und Raketenlärm aufgenommen ist. Legen Sie die CD ein, täglich für eine gewisse Zeit. Im Laufe der Zeit können Sie etwas lauter drehen. Der Hund gewöhnt sich an die Geräusche. Sie selbst bleiben auch ganz gelassen, machen einfach Hausarbeit oder das, was Sie sonst so machen. So sieht der Hund: Es ist gar nichts Besonderes, wenn es knallt. Und wird auch an Silvester ruhig bleiben.

Leidet, zittert und bibbert der Hund aber ganz besonders, kann es auch hilfreich sein, ihm Bachblüten zu verabreichen. Fragen Sie Ihren Tierarzt, was zur Beruhigung hilft. Viele Experten schwören auf Bachblüten Notfall-Tropfen. Der Experte kann Ihnen auch sagen, ob es mit einer Bachblütenmischung getan ist oder was sonst gegeben werden kann. Auf keinen Fall dürfen Sie einem Hund Beruhigungsmittel für Menschen geben. Tiere können darauf sehr heftig reagieren. Geben Sie nur Mittel in Absprache mit Ihrem Tierarzt.

Am Silvestertag selber sollten Sie die Rollos ganz nach unten lassen. Legen Sie am besten eine CD ein und drehen Sie diese lauter als gewöhnlich. Ist Ihr Hund an Rock oder klassische Musik gewöhnt? Wunderbar, dann drehen Sie die Musik etwas lauter, sie übertönt den größten Lärm. Wichtig ist, dass Sie sehr ängstliche Hunde am Silvestertag an der Leine lassen. Viele Ungeduldige schießen schon tagsüber – ein Böller könnte Ihren Hund so erschrecken, dass er Reißaus nimmt und in ein Auto läuft. Lassen Sie ihn angeleint – so ist er schön bei Ihnen und es kann nichts passieren. Schauen Sie,, dass er zeitig sein letztes Geschäft erledigt, und lassen Sie ihn dann im Haus.

Und: Trösten Sie nicht! Auch, wenn es schwerfällt: Reden Sie keinesfalls beruhigend auf Ihren Hund ein, wenn er bibbert. Lassen Sie ihn bei sich sitzen,, aber streicheln Sie ihn nicht. Ignorieren Sie ihn einfach. Bekommt er Aufmerksamkeit, merkt er, dass das, was da draußen stattfindet, wirklich ganz schrecklich sein muss, wenn Sie sich so um ihn bemühen. Und das ist es nicht! Vermitteln Sie ihm ruhige Sicherheit – und das Gefühl, dass alles seinen gewohnten Gang geht.