Selbstversuch: Unterwegs mit dem Leuchthalsband

08. Oktober 2014, geschrieben von Welpenclub Experten-Team

Der Sommer hat sich längst verabschiedet. Die Abende werden länger, die Tage kürzer. Dennoch darf der Abendspaziergang natürlich für den Hund nicht ausfallen. Dabei ist Sicherheit ganz wichtig. Hund und Halter müssen für andere Verkehrsteilnehmer sichtbar sein. Deshalb haben wir einen Selbsttest gemacht: Wir haben einen Abendspaziergang mit und einen Abendspaziergang ohne Leuchthalsband unternommen.

Der Spaziergang ohne Leuchthalsband: Um 19.15 Uhr machten wir uns auf den Weg, und es war schon fast dunkel. Der Hundehalter hatte eine rote Jacke angezogen, um für den Verkehr sichtbar zu sein. Der Beagle Larry war an der Leine, um ihn in der Dunkelheit auch wirklich unter Kontrolle zu haben. Die beiden Spaziergänger wählten den Weg durch eine Ortschaft, dann ortsauswärts. Dem Hundeführer fiel auf, dass die Autos sehr spät bremsten und auch lange das Fernlicht an hatten, so dass es unangenehm in den Augen blendete. Den Hund auf einem schließlich erreichten Feldweg von der Leine zu lassen, traute er sich nicht.  Der Spaziergang verlief ohne Zwischenfälle - der Hundehalter war allerdings eher angespannt.

Der Spaziergang mit Leuchthalsband: Dieses Mal machte sich der Hundehalter mit Beagle Larry erst um 20 Uhr auf dem Weg. Wieder trug der Mensch die rote Jacke, der Beagle ein rotes Leuchthalsband, das über Batterie betrieben wird. In der Ortschaft trafen die beiden auf einen Radfahrer, der Larry dank des Blinklichts rechtzeitig sah und den Spaziergängern gut ausweichen konnte. Die Autofahrer bremsten nach den Eindrücken von Larrys Herrchen eher herunter, allgemein fühlte sich der Hundehalter sicherer. Am Feldweg angekommen, ließ er Larry für eine Viertelstunde von der Leine. Dank des Leuchthalsbands hatte er immer gut im Blick, wo sich Larry gerade befand, und konnte ihn zurückrufen, wenn er sich zu weit entfernte. Der Halter gab an, entspannter zu sein mit Leuchthalsband.

Fazit: Ein Leuchthalsband ist eine tolle Hilfe für Spaziergänge im Dunkeln. Allerdings gibt es eine Einschränkung: Hunde mit langem, wuscheligen Fell wie Tibet Terrier oder Bearded Collie, verdecken durch ihren Pelz oft fast ganz das Halsband, so dass es wenig nützt. Für diese Hunde ist es besser, eine reflektierende Leine und eine Warnweste zum Anziehen zu kaufen. Auch der Mensch sollte sich zusätzlich mit Warnweste oder Reflektoren schützen.