Manchmal wichtig: Strenger sein

30. Januar 2013, geschrieben von Anja Neuhausen

Wie streng seid Ihr mit Euren Hunden? Lasst Ihr Ihnen vieles durchgehen, weil sie so süß und putzig sind - ober habt Ihr die Zügel straff in der Hand? Ich bin ja eigentlich ein großer Verfechter der sanften Hundeerziehung. Meine Hunde erfahren - ganz klar - keine Gewalt und keinen Druck. Dennoch muss ich manchmal etwas durchgreifen, grade bei zwei Hunden. Deshalb habe ich mir fürs neue Jahr vorgenommen, künftig manchmal etwas strenger zu sein. Und es hilft!
Ein Beispiel ist die Tatsache, dass Sammy gerne zu Beginn des Gassigangs, wenn wir noch entlang der Straße marschieren müssen und die Hunde daher noch angeleint sind, an der Leine zieht wie ein Ochse. Er hat's dann immer furchtbar eilig, auf seine geliebten Felder zu kommen und endlich ohne Leine zu laufen. Ich habe das immer stillschweigend toleriert, allerdings mit einigem Kraftaufwand, denn mein Labrador wiegt ja immerhin 31 Kilo. Damit ist jetzt jedoch Schluss. Wir üben seit dem neuen Jahr fleißig das Nicht-Ziehen. Wenn Sammy voraus prescht, bleibe ich stehen und rufe ihn zu mir zurück. Es geht erst weiter, wenn er zu mir gekommen ist und dann langsam weiter geht. Zieht er wieder, bleibe ich stehen und rufe ihn wieder. Auf diese Weise kommen wir anfangs nicht recht schnell weiter, aber mir ist das dennoch sehr wichtig. Lob und Belohung - in diesem Falle die Tatsache, dass ich die Leine los mache - gibt es erst, wenn Sammy seine Sache gut gemacht habe.
Auch zu Biene muss ich manchmal etwas strenger sein. Sie bettelt, weil sie der gierigste Hund ist, den ich je getroffen habe. Deshalb gibt es jetzt, ganz konsequent, nichts mehr vom Tisch. Und das hilft: Biene legt sich jetzt immer aufs Sofa, wenn wir Essen, und es ist Ruhe.
Ich finde Erziehung schon wichtig, und zu Erziehung gehört meiner Meinung nach auch, dass man zeitweise etwas strenger sein muss, wenn man die Zügel zwischendrin etwas schleifen ließ. Seid Ihr auch dieser Meinung?