Kreativität beim Gassigehen

22. Mai 2013, geschrieben von Anja Neuhausen

Manchmal sind meine Hunde richtig gelangweilt beim Gassigehen. Man merkt es ihnen förmlich an: Wenn das Wetter schlecht ist und es auf den Feldwegen sehr schmutzig ist, gehen wir viel Teerstraßen, und die bieten keine Abwechslung, weil wir im Prinzip immer den gleichen Weg gehen. Dann trotten sie gelangweilt hinter mir her, schnüffeln hin und wieder pflichtschuldigst und absolvieren ihr tägliches Pensum ohne große Begeisterung. Ich merke dann. Es wird wieder mal Zeit für einen Spaß-Spaziergang!
Wenn das Wetter wieder besser wird, dann legen wir los. Wir gehen als erstes durch eine kleine Parkanlage bei uns im "Revier". Dort gibt es Steine, Baumstämme und Parkbänke, die man herrlich dazu nutzen kann, kleine Übungen zu machen. Die Augen meiner Hunde beginnen dann zu leuchten: "Frauchen, was machen wir als nächstes?" Ich lasse sie Sitz und Platz auf den großen Steinen machen, über Baumstämme balancieren und unter Parkbänken hindurch kriechen. Klar gibt's dann auch immer auch eine Belohnung.
Manchmal suchen wir gemeinsam Stöcke, verstecken sie, werfen sie, apportieren sie - meine zwei lieben das. Oder ich zaubere einen Ball hervor und werfe ihn, mitten unter dem Spaziergang, einfach so als "Special Effekt". Das Tolle daran ist, dass Biene und Sammy dann umso aufmerksamer sind beim Gassigehen: Sie blicken sich ständig nach mir um, um zu sehen, ob wieder etwas Tolles erfolgt. Wir finden gemeinsam Wurzeln, die wir werfen können, waten im Sommer im Bach und erleben wirklich schöne Sachen.
Eine Maxime habe ich dabei: Das Handy bleibt zu Hause. Damit ich gar nicht erst auf die Idee komme, Mails zu lesen oder Anrufe zu beantworten. Diese Zeit gehört meinen Hunden. Und die haben ein wenig Kreativität vom Frauchen wahrlich verdient!