Koffer packen für die Hunde

17. Juli 2013, geschrieben von Anja Neuhausen

Ich habe eine schlechte Angewohnheit (oder ist sie vielleicht sogar gut?): Ich nehme immer viiiiel zu viel mit in den Urlaub. Es könnte ja sein, dass es plötzlich kalt wird. Dann braucht man doch auch den Winterpulli, oder? Selbst, wenn die Sonne vom Himmel lacht und es 30 Grad hat, wenn ich packe. Man weiß ja nie... Oder Schuhe: Unter sechs Paar mache ich es nicht. Ich brauche die Wanderschuhe, die Stadtschuhe, die Highheels und und und.
Leider geht's mir auch so, wenn ich für die Hunde packe. Ich brauche Unmengen von Zeug! Es ist ja nicht so, als gäbe es an unseren Urlaubsorten keinen Supermarkt, in dem man notfalls mal ein paar Leckerli kaufen könnte. Gibt's natürlich. Ich habe dennoch immer Angst, dass mir die Rationen ausgehen. Futter nehme ich Kiloweise mit. Könnte ja ausgehen. Auch, wenn jeder nur 200 Gramm am Tag bekommt. Sicher ist sicher. Leinen und Halsbänder packe ich in dutzendfacher Ausführung in den Koffer. Könnte ja sein, dass man mal ein ganz anderes Zubehör als zu Hause braucht. Ist ja egal, dass ich für Biene und Sammy eigentlich immer das selbe Brustgeschirr oder die selbe Leine nehme. Was wir haben, haben wir!
Ja, und dann natürlich noch Unmengen von Kausachen! Wandern macht hungrig. Da darf's abends dann ruhig mal ein Rinderohr mehr sein, wenn man so viel Kalorien verbrennt. Es muss ein lustiger Anblick sein, wenn aus meiner Tasche noch ein paar Rinderohren rausschauen, weil ich sie nicht mehr ganz reingebracht habe. Nur Hundebesitzer wissen, warum wir mit Ohren in der Gegend herumspazieren.
Dennoch ist es mir neulich in Berlin so gegangen, dass ich trotzdem was vergessen habe: Die Maulkörbe! Die braucht man in der U-Bahn. Beim nächsten Stadtausflug packe ich die als erstes ein....