Klappt es mit dem Rückruf?

03. April 2013, geschrieben von Anja Neuhausen

Wie sieht es bei Euch aus: Kommt Euer Hund, wenn Ihr ihn ruft? Und zwar zügig und brav? Oder muss er es sich tausendmal überlegen, noch hier ein wenig schnüffeln, noch dort ein wenig bummeln oder weiter mit seinen Hundekumpels spielen, anstatt zu Euch zu traben? Der Rückruf ist etwas in der Hundeerziehung, das nicht gerade einfach zu erlernen ist. Und ich stelle fest: Man muss ihn immer wieder üben.
Mit Biene habe ich da Glück. Sie ist so "elektrisiert", wenn Frauchen mit spannender Stimme ihren Namen ruft, dass sie quasi im Senkflug zu mir kommt. Nur, wenn etwas besonders spannend ist - ein verführerischer Duft oder der Revierfeind im Blickwinkel -, dann dauert's ein wenig länger. Ich muss dann ein wenig strenger rufen, und dann kommt sie.
Anders schaut die Sache mit Sammy aus, unserem jungen Labrador-Rüden, der ja eigentlich noch im "Kindergartenalter" ist. Sammy lässt sich da schon länger bitten. Und ich stelle fest, dass es "phasenweise" geht: Mal kommt er eine Zeitlang ziemlich zuverlässig - dann wiederum klappt es überhaupt nicht mit dem "Hier!" oder "Komm!" Ich beginne dann wieder, ausgiebig mit ihm zu üben. Wichtig ist mir dabei, dass immer etwas ganz Tolles passiert, wenn er kommt. Dann gibt es ein supergutes Leckerli (natürlich auch für Biene, die sich als Erste "anstellt"), mal ein lustiges Spiel, eine besonders liebe Streicheleinheit, oder aber, ich werfe einen tollen Stock für ihn. Angeleint wird er dann erst nach einer gewissen Zeit - er soll nicht merken, dass er an die Leine kommt, wenn er brav angerannt kommt. Das Ganze hilft dann schon wieder für eine gewisse Zeit - man muss es halt öfter mal wiederholen. Ich halte das Rückruftraining für eines der wichtigsten Dinge in der Hundeerziehung - geht es Euch auch so?