Hundebegegnungen stressfrei gestalten: Teil 5

23. Oktober 2013, geschrieben von Welpenclub Experten-Team

Beide Hunde sind frei

Nun haben Sie schon viel über Hundebegegnungen erfahren in unserer kleinen Serie im Expertenblog. Aber es gibt noch eine Situation, die wir Ihnen noch nicht geschildert haben: Wenn beide Hunde frei laufen und sich kennen lernen.

Egal, ob auf der Hundewiese, beim Spaziergang im Grünen oder auch auf dem Hundeplatz: Wenn der eigene Hund frei läuft, dann gilt die Grundregel, dass Sie ihn stets im Blick haben. Also nicht beim Gassigehen oder in der Hundegruppe nebenbei mit anderen Zweibeinern plauschen, und die Hunde einfach tun lassen, was sie möchten. Eines nämlich ist wichtig: "Hunde machen es nicht unter sich aus!" Sie haben die Verantwortung, gegebenenfalls einzuschreiten, wenn Spiele ausarten oder ein anderer Hund gemobbt wird. Ein Spiel kann schnell mal in Ernst umschwenken. Bei wilden Renn- und Jagdspielen sollten Sie Ihren Hund immer mal wieder abrufen und "runterkommen" lassen.  Rennen alle Hunde hinter einem her, muss eingegriffen werden. Kommt ein neuer Hund in eine Spielgruppe hinzu, sollte er die "alten Hasen" alle schön der Reihe nach kennen lernen - keinesfalls sollten sich alle gleichzeitig auf "den Neuen" stürzen. Kleinen Hunden sollte von Welpenbeinen an der Kontakt zu gut sozialisierten großen Hunden ermöglicht werden. Also: Den Zwerg nicht bei jeder Gelegenheit auf den Arm nehmen. Egal, ob groß oder klein, auch im Freilauf ist ganz wichtig: Bestärken Sie Ihren Liebling für höfliches Verhalten, und lassen Sie ihn beim Spielen zwischendurch immer wieder zur Ruhe kommen. Gerade auch, wenn sehr körperbezogen gespielt wird, müssen Sie Ruhe rein bringen. Denn auch Spielen ist Stress und putscht die Hunde auf. 

Fazit zu stressfreien Hundebegegnungen:
Sie tragen viel dazu bei, Hundebegegnungen entspannt zu gestalten, wenn Sie selbst entspannt bleiben. In Stresssituationen vermitteln Sie dem Hund Schutz und Sicherheit, für höfliches, freundliches Verhalten belohnen Sie ihn dagegen stets und festigen dieses dadurch. Machen Sie sich mit der Körpersprache und den Beschwichtigungssignalen vertraut, um Situationen gut einschätzen zu können. Und rufen Sie sich, wenn Sie mit Ihrem Hund spazieren gehen, ins Bewusstsein: Wenn Sie mit Bello gemeinsam unterwegs sind, dann haben Sie die Verpflichtung, sich auch auf Ihren Hund zu konzentrieren und auf ihn zu achten.