Hundebegegnungen stressfrei gestalten: Teil 3

25. September 2013, geschrieben von Welpenclub Experten-Team

Zwei an der Leine

In unserem Teil 1 und 2 haben Sie nun also erfahren, warum eine entspannte Grundstimmung so wichtig ist und warum Sie versuchen sollten, Ihren Hund zu lesen. Nun geht es ins Geschehen - wir geben Ihnen heute konkrete Tipps zu Hundebegegnungen, die an der Leine stattfinden.

Wenn sich zwei Hunde an der Leine begegnen, achten auf die Körpersprache beider Vierbeiner. Drückt diese aus, dass beide freundlich gestimmt sind, und der andere Hundehalter ist ebenfalls entspannt, kann man den Kontakt zulassen. Die Hunde können kontakten, indem sie sich beschnüffeln. Dazu soll die Leine locker sein, denn es gilt: Gespannter Körper, gespannter Geist. Geben Sie genügend Leinenspielraum, dass Ihr Hund die Möglichkeit hat, im Bogen auf den anderen zuzugehen. Bestätigen Sie höfliches, freundliches Verhalten Ihres Hundes mit viel Lob.  Falls die Hunde spielen wollen und ein Ableinen möglich ist, dann machen Sie die Leine los - ansonsten ist Spielen tabu, und Sie verabschieden sich nach dem Beschnüffeln und gehen ruhig, entspannt und souverän weiter. Reagiert der andere Hund an der Leine mit Aggression, dann machen Sie mit Ihrem Hund einen möglichst großen Bogen um diesen - und belohnen Ihren Liebling, wenn er ruhig bleibt. Ist es Ihr Hund, der aggressiv reagiert, dann müssen Sie über Distanz arbeiten: Wählen Sie einen genügend großen Abstand, bei dem Ihr Hund noch entspannt ist. Dies erkennen Sie wieder an der Körpersprache. Dann loben und belohnen Sie ihn. Wenn räumlich überhaupt nicht die Möglichkeit besteht, dem anderen auszuweichen, dann versuchen Sie, möglichst schnell und wortlos (!) mit ihrem Hund vorbei zu gehen und rasch aus der Situation zu kommen.