Hundebegegnungen stressfrei gestalten: Teil 2

11. September 2013, geschrieben von Welpenclub Experten-Team

Den Hund "lesen" lernen

In unserem Expertenblog haben wir eine Serie gestartet zum Thema "Hundebegegnungen stressfrei gestalten". In unserer ersten Folge haben wir Ihnen erklärt, dass eine entspannte Grundstimmung das A und O ist für stressfreie Hundebegegnungen, da sich unsere Anspannung auf den Hund übertragen kann. Doch es gilt noch mehr zu beachten. Lesen Sie heute Teil 2 und erfahren Sie, worauf Sie sonst noch achten müssen.

Wichtig bei Hundebegegnungen ist, dass der Mensch die Situation genau beobachtet, um diese einschätzen und gegebenenfalls reagieren zu können. Lernen Sie daher Ihren Hund lesen - achten Sie auf seine Körpersprache und befassen Sie sich damit, was Ihr Hund mit seiner Haltung ausdrückt. Grundsätzlich gilt: Gut sozialisierte Hunde sind Konfliktvermeider. Dazu setzen sie sehr umfangreiche Beschwichtigungssignale (Calming Signals) ein. Diese haben drei Funktionen: Hunde wollen damit ihr Gegenüber beschwichtigen, ihm zeigen, dass sie selber freundlich gestimmt sind und von ihnen keine Gefahr ausgeht, und sich selbst beruhigen. Es gibt über 30 Signale - bei Begegnungen sind dies vor allem: Im Bogen langsam aufeinander zugehen, den Blick abwenden, blinzeln, gähnen, Pfote heben oder auch umorientiertes Verhalten wie Gras fressen und schnüffeln.  Wer sich mit Körpersprache und Beschwichtigungssignalen auskennt, kann die Stimmung von Hunden besser einschätzen. Dazu hilft es auch, Hunde viel zu beobachten - beim Spiel und bei der Kommunikation. Denn Sie können es lernen, Ihren Hund zu lesen, aber auch fremde Hunde einzuschätzen, und tun sich dann im Alltag leichter, Situationen einzuschätzen.