Hitzefalle Auto

31. Juli 2013, geschrieben von Welpenclub Experten-Team

Es ist so praktisch: Den Hund mal eben im Auto zu lassen. Viele Hundehalter vergessen dabei, dass unsere Vierbeiner nicht wie wir schwitzen können. Das Auto kann zur tödlichen Hitzefalle werden.

„Ich bin gleich wieder da, Lucky. Ich geh nur schnell zum Bäcker“, verabschiedet sich das Frauchen am Parkplatz und lässt Lucky im Auto zurück. Zur Sicherheit öffnet sie die Fenster einen Spalt. Sie ist ja gleich wieder da, da kann ja nichts passieren. Lucky wartet, er hechelt, ihm ist heiß, er beginnt zu winseln, aber sein Frauchen ist nicht in der Nähe. Passanten werden auf Lucky aufmerksam und rufen sofort die Polizei. Als Frauchen zum Auto zurück kommt, ist sie schockiert über den Anblick: Lucky steht im Schatten, Polizisten geben ihm gerade Wasser aus einer Flasche. Frauchen war eine halbe Stunde weg: Sie hatte eine alte Freundin getroffen und sich verquatscht, an Lucky im Auto hatte sie gar nicht mehr gedacht. Dank der Hilfe von Passanten hatte Lucky Glück. Nur durch das schnelle Handeln konnte ihm rechtzeitig geholfen werden.

Hunde schwitzen nur über einen Teil der Zunge und der Pfoten. Sie können die Hitze nicht durch Schwitzen ausgleichen. Dazu kommt, dass ein Fahrzeug sich auch bei leicht geöffneten Fenstern sehr schnell auf unangenehme, sogar gesundheitsgefährdende Temperaturen aufhitzt – parkt das Auto in der Sonne, erreicht die Temperatur binnen Minuten bereits 70 Grad . Für den Hund bedeutet dies: Sauerstoffmangel, Übelkeit, Kreislaufprobleme sind noch die harmloseren Folgen. Wenn nicht rechtzeitig Hilfe kommt, droht dem eingesperrten Tier sogar der Tod.

Hundebesitzer lassen ihre Begleiter am besten zu Hause, wenn sie ihn für die geplante Aktivität nicht mitnehmen können.   Im Schatten zu parken ist übrigens keine Alternative. Zum Einen ändert sich der Sonnenstand schnell, zum Anderen erhitzt sich ein Fahrzeug im Schatten auch schneller als man vielleicht vermutet. Zudem kann es immer passieren, dass dem Hundehalter etwas Unvorhergesehenes dazwischenkommt, und sich so die Rückkehr zum Fahrzeug verzögert.

Sollten Sie dennoch einen eingesperrten Hund in einem Auto entdecken, zögern Sie bitte nicht, den Hundehalter anzusprechen. Falls Sie den Hundehalter nicht mehr sehen, verständigen Sie bitte den Parkplatzdienst bzw. die Polizei. Die Polizei darf das Fahrzeug öffnen, wenn der Fahrzeughalter nicht zügig ausgemacht werden kann. Der gerettete Hund sollte dann natürlich sofort in den Schatten gebracht werden. Das Trinkwasser sowie das Wasser zum Kühlen der Haut sollte nicht kalt sein, am besten eignet sich handwarmes Wasser. Sobald sich der Zustand des Tieres sichtbar verbessert, muss es einem Tierarzt vorgestellt werden. Denn auch nach der Rettung ist der Hund noch nicht über den Berg.