Gutes Futter ist Wichtig!

20. April 2011, geschrieben von Dr. Lioba Schätz

Ernährung ist ein wichtiges Thema bei der Hundehaltung. Gerade auch beim Welpen. Denn für seine  Entwicklung braucht ein Hundekind viel Energie, Vitamine, Mineralstoffe und wertvolle Aminosäuren. So benötigt der Hund zum Beispiel für den Knochenbau Vitamin D und Vitamin A für das Wachstum, um nur einige Vitamine exemplarisch herauszugreifen. Übrigens möchte ich darauf hinweisen, dass hier nicht nur ein Zuwenig schlecht für Ihren Vierbeiner ist: Auch ein Zuviel schadet dem Hund! Wie so oft im Leben gilt auch bei der Ernährung des Hundes: Bitte nichts übertreiben.

Neben Vitaminen sind Mineralstoffe wie Kalzium, Phosphor, Natrium, Magnesium und Kalium wichtig - für den Skelett-Aufbau, aber auch für den Zellstoffwechsel und den Blutdruck. Eine Unterversorgung an Mineralstoffen ist jedoch eher selten.

Verzichten kann Ihr Welpe keinesfalls auf hochwertiges Eiweiß. Da er sich im Wachstum befindet, braucht er davon mehr als beispielsweise ein Senior. Deshalb gibt es auch für die verschiedenen Lebensphasen des Hundes spezielles Futter, zum Beispiel für Ihren Hund das Junior-Futter. Es versorgt Ihren Kleinen mit allem, was wichtig ist, um ein großer, gesunder Hund zu werden, sorgt aber andererseits auch für eine kontrollierte Wachstums-Geschwindigkeit.

Fleisch als tierische Eiweißquelle sollte daher auch der Hauptbestandteil des Futters sein - allerdings dürfen Sie auf keinen Fall - auch wenn Sie die Mahlzeiten für Ihren Hund selbst zubereiten wollen - ausschließlich Fleisch füttern. Schwere Mangelerscheinungen würden die Folge sein, die gravierende gesundheitliche Schäden nach sich ziehen. Sie müssen daher das Futter immer auch mit Vitaminen und Mineralstoffen anreichern und gegebenenfalls Kohlehydratquellen ergänzen.

Für ein aktives Welpenleben, aber auch für sein Wachstum braucht ein junger Hund viel Energie. Der bester Energielieferant sind (tierische) Fette, die daher durchaus ihre Berechtigung in der täglichen Ration haben.

Zudem sorgen essentielle Fettsäuren wie Omega-3- und Omega-6 –Fettsäuren für ein schönes, glänzendes Fell – das wünscht sich doch ein jeder Hundehalter für seinen Liebling! Essenzielle Fettsäuren aus Fisch – oder Pflanzenöl sind außer für die Unterstützung von Haut und Haarkleid auch für viele weitere Stoffwechselvorgänge unverzichtbar. Deshalb sollten  auch sie in den täglichen Hauptmahlzeiten eines jungen Hundes in ausreichenden Mengen enthalten sein.

Bei den Kohlenhydraten unterscheidet man zwischen verdaulichen und unverdaulichen Kohlenhydraten. Gut verdaulich für Hunde sind zum Beispiel Reis und Möhren, Hafer oder Gerste (jeweils gekocht oder als Flocken aufgeschlossen).

Schwerverdaulich ist dagegen nicht-aufgeschlossene pflanzliche Kost, daher sollten auch Obst und  Gemüse nur  püriert oder gedünstet gefüttert werden.

Ballaststoffe wie Inulin aus der Chicorée-Wurzel oder Zuckerrüben-Trockenschnitzel fördern dagegen eine ausgeglichene Darmflora und eine ausgewogene Darmtätigkeit.

Sind Sie sich unsicher, ob Ihre selbst zusammengestellte Ration artgerecht und ausgewogen ist, sollten Sie den Fütterungsplan Ihres Junghundes von einem Ernährungsexperten checken lassen. Mit einer fertigen Vollnahrung können Sie grundsätzlich nichts falsch machen, wenn Sie sich an die Fütterungsempfehlungen halten. Damit auch aus Ihrem Welpen ein Prachtkerl wird!