Gib Parasiten keine Chance

07. September 2011, geschrieben von Dr. Lioba Schätz

Es gibt eine Vielzahl von Parasiten, die dem Hund zu schaffen machen können. Schon Welpen können davon geplagt sein. Deshalb gilt es, den Vierbeiner bestmöglich vor den Lästlingen zu schützen - und so auch selbst davon verschont zu bleiben.

Wir unterscheiden zwischen inneren und äußeren Parasiten. Gegen äußere  Parasiten können Sie Ihren Hund vorbeugend schützen - gegen innere jedoch leider nicht. Zu den inneren Parasiten zählen zum Beispiel Würmer und Einzeller. Würmer holt sich der Hund zum Beispiel, wenn er schnuppert oder draußen etwas aufnimmt. Es gibt Hakenwürmer, Peitschenwürmer, Bandwürmer, Spulwürmer und Lungenwürmer. Erst bei massivem Befall schädigen Würmer den Hund, können jedoch auf den Menschen übertragen werden. Es existieren auch Würmer, die über Parasiten in den Hundekörper geschleust werden: Dazu zählen Herzwürmer ebenso wie Fadenwürmer oder Gurkenbandwürmer. Bereits Welpen können befallen sein, da sie sich die Würmer von der Mutter über die Muttermilch holen können. Gegen diese Parasiten hilft nur regelmäßiges Entwurmen. Zu den Einzellern zählen zum Beispiel Giardien: Darmparasiten, die der Hund zum Beispiel aufnimmt, wenn er aus Pfützen trinkt. Starker Durchfall kann die Folge sein - Sie müssen unbedingt zum Tierarzt. Giardien haben ein hohes Ansteckungspotenzial.

Besser wappnen können Sie sich und Ihren Hund gegen die äußeren Parasiten. Dazu zählen Flöhe, Milben, Läuse und Zecken. Zecken können gefährliche Krankheiten wie Babesiose, Ehrlichiose und Anaplasmose übertragen. Vergessen Sie daher nie den Zeckenschutz: Spot-On- oder Sprühpräparate oder Halsbänder sind wichtig. Die meisten davon helfen auch gegen Flöhe. Flöhe sind weit verbreitet und gehen auch auf den Menschen über. Sie können dem Hund sehr zu schaffen machen: Eine Flohspeichelallergie verursacht starken Juckreiz. Hat der Hund Flöhe, reicht es nicht, den Hund selbst dagegen zu behandeln - auch die Umgebung muss gründlich von den Lästlingen befreit werden, sonst kommen sie wieder. Auch Milben sorgen für Hauterkrankungen wie Dermodikose, Ohrmilben oder Räude. Der Tierarzt kann Ihnen dagegen ein Mittel geben.