Gelegenheit macht Nervensägen!

02. September 2014, geschrieben von Holger Schüler

Was junge Hunde alles so anstellen.... Er gräbt den Garten um! Er räumt den Mülleimer aus! Er verbellt die Nachbarn am Gartenzaun! Na ja, warum auch nicht? Aus Hundesicht sind das alles durchaus sinnvolle Aktivitäten, die noch dazu Spaß machen. Sachen verbuddeln, Futter suchen und Eindringlinge vertreiben sind einfach normale Hundeverhaltensweisen. Nur passt das nicht ganz in den Alltag der meisten Hundehalter.
Deswegen bekommt der Hund dann ständig „Aus!“ und „Nein!“ zu hören, oft ohne Erfolg, und alle sind genervt.

Die Frage ist dann immer: Wie gewöhne ich das meinem Hund ab? Dabei ist die wichtigere Frage: Wie verhindere ich, dass sich mein Hund überhaupt unangenehme Angewohnheiten zulegt? Hunde sind Wiederholungstäter. Wenn etwas einmal richtig Spaß gemacht hat, werden sie es immer wieder tun. (Menschen sind da übrigens genauso....).

Wenn Sie nicht möchten, dass der Hund Schuhe zerkaut, dann bieten Sie sie ihm nicht zu Kauen an. „Anbieten“ bedeutet nichts anderes, als etwas in Reichweite des Hundes liegen lassen! Lassen Sie den Mülleimer nicht offen. Lassen Sie den Hund nicht alleine im Garten. Welpen sind (wie) kleine Kinder: sie müssen beaufsichtigt werden!

Je besser die Grunderziehung klappt, umso mehr können Sie in Ihrer Wachsamkeit nachlassen. Ein Hund, der gut abrufbar ist, lässt sich dann auch vom Gartenzaun abrufen. Ein Hund, der gelernt hat, seine „Beute“ abzugeben, lässt sich auch den Schuh problemlos wegnehmen. Und mit der Zeit, wenn Sie gut aufpassen und konsequent sind, lernt der Hund die Regeln, was erlaubt ist und was nicht. Und wird nicht zur Nervensäge.