Für Sie ausprobiert: Das Spiel "Such!"

08. Februar 2012, geschrieben von Welpenclub Experten-Team

Schnüffeln macht Hunde unglaublich müde und lastet toll aus. Und es macht ihnen jede Menge Spaß, wenn sie etwas suchen dürfen! Wir haben für Sie daher heute das Spiel "Such!" ausprobiert. Vivane Theby und Michaela Hares beschreiben in ihrem gelungenen Buch "Das große Schnüffelbuch" vom Kynos-Verlag genau, wie es geht. So können Sie es nachmachen - und mit dieser Grundlage viele weitere Schnüffelideen ausprobieren! Probieren Sie es mal mit Ihrem Hund, es ist gar nicht so schwer:

Zunächst einmal brauchen Sie etwas, das der Hund unbedingt haben will: Ein Motivationsmittel. Das kann ein Leckerli oder ein Lieblingsspielzeug sein. Halten Sie Ihren Hund nun fest oder lassen Sie ihn halten und werfen sein Motivationsmittel zwei bis drei Meter vom Hund weg, so dass er es sehen kann. Mit dem Kommando "Such" lassen Sie ihn laufen. ER sollte sofort zu dem Motivationsmittel laufen - sonst war es vielleicht doch nicht das richtige, weil er es nicht spannend genug findet. Diesen Schritt wiederholen Sie mindestens zehnmal.

Schritt zwei ist, dass das Motivationsmittel nun leicht versteckt wird, aber noch so, dass der Hund zusehen kann. Dieser wird dann mit dem Kommando "Such!" losgelassen und ganz fest belohnt, wenn er es findet. Auch diesen Schritt sollten Sie viele Male wiederholen.

Schritt drei ist, dass Sie nun mehrere Verstecke antäuschen. Der Hund sieht immer noch zu. Achten Sie dabei darauf, dass er wirklich nicht sieht, in welches der drei bis vier Verstecke Sie das Motivationsmittel nun deponieren. Jetzt muss er zum ersten Mal wirklich die Verstecke absuchen, wenn er seine Belohnung finden will. Loben Sie ihn unbedingt wieder, wenn er sie gefunden hat.

Schritt vier: Haben Sie Schritt drei einige Male wiederholt, so ist es an der Zeit, das Motivationsmittel wirklich zu verstecken, das heißt, der Hund sieht nicht mehr länger zu. Sie sollten diesen Schritt jedoch am gleichen Ort wie die vorhergehenden üben, um die Übung dem Hund zu erleichtern. Der Hund wird nun also in einen anderen Raum gebracht oder draußen im Gelände abgelenkt, damit er nicht sieht, wo das Versteck nun ist. Mit dem gleichen Ritual wie zuvor, das heißt mit dem gleichen Kommando und der gleichen Bewegung, schicken Sie ihn los. Jetzt wird deutlich, ob er schon eine Idee von dem hat, was er machen soll. Macht er sich sofort auf die Suche, haben Sie es geschafft, ihm das Konzept "Suchen" beizubringen. Ansonsten müssen Sie noch einmal einen Schritt zurück gehen.

Schritt fünf: In diesem Schritt geht es nun darum, den Ort zu wechseln. Schließlich soll das Kommando ja überall gelten. Üben Sie also an vielen unterschiedlichen Orten, das heißt in allen Zimmern im Haus, im Garten, im Wald und so weiter. Nur so kann der Hund lernen, dass das Kommando auch überall gilt. Das darf man nicht voraussetzen, weil Hunde sehr kontextspezifisch lernen, das heißt etwas, das sie an einem Ort gelernt haben, können sie normalerweise noch lange nicht an einem anderen Ort auch.

Fazit: Unser Testhund Lilli hat alle Schritte durchlaufen - und mit etwas Übung supertoll das Kommando "Such!" gelernt. Sie sucht jetzt wie eine Wilde Leckerli im Wohnzimmer oder den Ball im Garten - und fällt danach müde und zufrieden in ihr Hundebett. Viel Spaß beim Ausprobieren!