Fünf Tipps zur Leinenführigkeit

01. Juli 2014, geschrieben von Holger Schüler

Wie bringe ich meinen Hund bei, nicht so an der Leine zu ziehen? Indem Sie ihm zeigen, dass die Leine nicht zum Ziehen da ist. Und wie macht man das? Indem man sich selbst dran hält. Eine Hundeleine ist nämlich nicht dazu da, den Hund zu lenken und zu ziehen. Solange man das nicht selbst im Kopf hat, wird es der Hund auch nicht verstehen. Es sollte eigentlich nie so weit kommen, dass Sie die Leine als Zwangsinstrument einsetzen müssen! Der Hund sollte freiwillig folgen – das ist Erziehung. Alles andere ist K(r)ampf.

Sie wollen nicht, dass der Hund zieht?

Dann dürfen Sie auch nicht ziehen. Einwirkung an der Leine darf immer nur impulsartig erfolgen, nie im Dauerzug.

Lassen Sie Ihrem Hund Zeit, zu reagieren. Wenn Sie wollen, dass er Ihnen folgt, dann zerren Sie ihn nicht dahin, wo Sie ihn haben wollen, sondern zeigen Sie ihm durch Ihre eigene Körpersprache, wo Sie hingehen wollen, und geben Sie ihm genug Zeit und Platz, um zu folgen.

Gemeinsam Gehen bedeutet, aufmerksam zu sein. Wenn Ihr Hund auf Sie achten soll, dann müssen Sie vorarbeiten und für Grundlagen sorgen. Ein Hund, der schon in der Wohnung nicht auf Sie achtet, wird das draussen erst recht nicht tun. Erziehung findet rund um die Uhr statt, nicht nur, wenn etwas schief läuft.

Einer führt, einer folgt. Laufen Sie also nicht Ihrem Hund hinterher, sondern gehen Sie aktiv Ihren Weg und entscheiden Sie, wo Sie stehenbleiben möchten und dem Hund erlauben, herumzuschnüffeln. Entscheidungen über Tempo und Richtung sind Ihr Job.

Krafteinsatz ist immer ein Zeichen, dass etwas schief gegangen ist. Sollte es zu einem Tauziehen kommen, dann überlegen Sie sich genau, was vorher war, und setzen Sie beim nächsten Mal schon an diesem Punkt an. Ab welchem Moment haben Sie die Aufmerksamkeit des Hundes verloren? Oft ist das schon beim Anleinen der Fall!