Flirtfaktor Sammy

05. April 2011, geschrieben von Anja Neuhausen

Habt Ihr gewusst, dass man in der Stadt einfach nicht vom Fleck kommt, wenn man einen Welpen dabei hat? Nein, das liegt nicht etwa darum, dass der Knirps mit seinen kurzen Beinchen noch nicht so weit laufen kann. Sondern eher an der Umwelt. Ich habe gestern mal einen kurzen Abstecher mit den Hunden in die Fußgängerzone gemacht - damit Sammy mal sieht, was sich da so tut, denn genau wie Biene wird er mich später gerne begleiten dürfen, wann immer es passt. Dank Biene, die dort souverän ist, war er auch überhaupt nicht aufgeregt. Er fand's echt spannend! Allerdings, weit gekommen sind wir wie gesagt nicht. Denn alle zwei Meter kam ein anderer lautstark flötender Zweibeiner auf uns zu: "Uuuuuuuiiii, ist der süüüüüüß, wie alt ist der denn?" Ich kann's ja verstehen. Ich bin es durchaus auch gewöhnt, auf meine vierbeinige Begleitung angesprochen zu werden, da viele Leute wissen wollen, welcher Rasse denn meine bärtige und pinselohrige Biene angehört. Aber mit einem Welpen ist das doch nochmal ganz was anderes. Auch Menschen, die mit Hunden grundsätzlich nicht so viel anfangen zu können, reagieren auf dieses Kindchen- beziehungsweise Welpenschema und stürmen auf uns zu, um Sammy streicheln zu dürfen. Ich bleibe geduldig, informiere auch bei der hundertsten Nachfrage gerne, dass es sich bei dem entzückenden Hundekind um einen Labrador, und ja, um einen Rüden handelt und verzichte danach aus Zeitgründen auf meinen eigentlich eingeplanten Cappuccino. Was soll's, den gibt es dann eben beim nächsten Mal - gegen den Flirtfaktor von unserem Sammy hat frau einfach keine Chance!