Feind im Anmarsch!

01. September 2011, geschrieben von Anja Neuhausen

Man kann nicht jeden mögen, heißt es bei uns Menschen. Das trifft anscheinend auch auf Hunde zu. Sammy ist ja normalerweise wirklich gut Freund mit jedem Menschen und jedem Tier. Nur zwischen Sammy und Timmi hat sich in jüngster Zeit eine Feindschaft entwickelt.
Ich weiß gar nicht, wie das passieren konnte... anfangs haben die zwei Jungs immer miteinander gespielt. Timmi ist auch ein ganz netter Hund, ein Tibet Terrier. Sammy mochte ihn recht gern. Aber von einem Tag auf den anderen hat er ihn zum Feind erklärt. Komische Hundewelt!
Jetzt muss ich echt aufpassen. Wenn Timmi naht, muss ich unseren Sam schnell anleinen, und am besten auch die Biene, weil die würde da auch munter mitmachen bei den Krawall. Sammy hängt dann in den Seilen und geifert zu Timmi rüber, und Timmi hängt in den Seilen und geifert zu Sammy rüber. Einmal trafen sie sich ohne Leine, wir konnten nicht mehr so schnell reagieren - da gab's ein kleines Handgemenge. Da ich nichts davon halte, die Hunde "die Sache unter sich ausmachen zu lassen", passe ich zur Zeit ziemlich auf, wer uns da gerade entgegen kommt. Sammy wird aber auch ganz aufgeregt, wenn Timmi anscheinend vor ihm den Weg am Bach gelaufen ist. Dann saust er ganz hektisch der Spur hinterher und schnüffelt wie ein Wilder.
Was tun? Ich kann die zwei nur anleinen und versuchen, möglichst großen Abstand halten. Außerdem gehen wir natürlich weiterhin in die Junghundegruppe, damit Sammy weiter Sozialkontakte hat und so verträglich bleibt, wie er ist - mit Ausnahme von Timmi. So gibt's halt auch unter Hunden Sympathie und Antipathie! Kennt Ihr sowas auch?