Die ungeliebte Fellpflege

22. Juni 2012, geschrieben von Anja Neuhausen

Mögen es Eure Hunde eigentlich, gebürstet zu werden? Genießen Sie die Pflegeeinheit, oder ist es für sie eher lästige Pflicht? Das ist von Hund zu Hund ganz verschieden. Meine beiden Fellnasen Biene und Sammy sehen es vor allem als lästige Pflicht, die sie über sich ergehen lassen müssen.
Geübt haben wir natürlich schon von Welpenbeinen an. Immer wieder haben wir spielerisch zu Kamm und Bürste gegriffen und die Hunde damit mit sanften Strichen verwöhnt. Anfangs nur kurz, dann haben wir die Zeiten immer mehr ausgedehnt. Meine beiden wissen, dass Pflege nichts Schlimmes, Gruseliges ist - und mögen es trotzdem nicht.
Gegen die Bürste und den Kamm haben sie dabei gar nichts - nur die Stillhalterei finden sie einfach laaaangweilig! Ich bürste meine beiden Mäuse immer im Garten, um das Haus frei von Haaren zu halten. Und Biene und Sammy finden es eine Zumutung, draußen, wo sie doch lieber spielen und tollen möchten, so lange stehenzubleiben. Sammy steht dann da, lässt die Ohren hängen und blickt mit gesenktem Kopf schicksalsergeben, wie ein Lämmchen, das auf die Schlachtbank geführt wird. Biene hat eine ganz andere Taktik: Sie geht zu einem Grasbüschel und frisst, während ich sie bürste, derweil jede Menge Gras. Das finde ich ganz praktisch, denn dann hält sie sich zumindest ruhig.
Einmal in der Woche sind meine beiden Hunde fällig und werden jeder circa zehn Minuten durchgebürstet - ich finde, das ist durchaus noch zumutbar. Zum Abschluss gibt's natürlich für jeden frisch glänzenden, seidig schimmernden Hund ein Leckerli - da warten sie aber auch drauf, meine beiden Wilden!