Die blöde Knallerei

27. Dezember 2011, geschrieben von Holger Schüler

Silvester steht vor der Tür. Dass ein Hund bei der Knallerei Panik bekommt, ist kein Wunder. Als Welpenbesitzer verbringen Sie vermutlich den Sylvesterabend lieber zuhause und halten Ihrem Liebling die Pfote – und das ist auch gut so.

Aber: Das Geknalle bleibt ja leider nicht nur auf 12 Uhr nachts am 31.12. beschränkt, schon Tage vorher und hinterher muss man beim Spaziergang mit Böllern rechnen. Nehmen Sie das als Gelegenheit, Ihrem Hund dabei zu helfen, Ängste zu bewältigen. Denn ein Hund, der verängstigt kehrtmacht und nach Hause läuft, bringt sich und andere in Gefahr. Lassen Sie Ihren Hund lieber an der Leine!

Sie können ihrem Hund am besten helfen, wenn Sie souverän bleiben und nicht selbst jedes Mal  zusammenzucken, wenn es knallt. Zeigen Sie Führungsqualitäten!
Grundsätzlich hilft es, ganz gezielt an der Leinenführigkeit zu üben. Der Hund sollte - egal wie viel Angst er hat – nicht einfach zur Flucht blasen und Sie hinter sich herziehen. Bei einem großen Hund kann das schnell ungemütlich werden. Je gründlicher Sie daran arbeiten, dass der Hund NIE zieht (auch dann nicht, wenn es Sie gerade nicht stört oder Sie es vielleicht nicht einmal bemerken), umso eher lässt sich der Hund auch in stressigen Situationen noch führen.

Gewöhnen Sie den Hund zuhause schon daran, dass auch plötzliche, laute Geräusche zum Leben gehören. Platzieren Sie in der Wohnung Gegenstände, die Sie dann im Vorbeigehen anstoßen, damit sie herunterfallen und Lärm machen. Wenn der Hund sieht, dass Sie überhaupt nicht darauf reagieren, merkt er, dass das Geräusch harmlos ist. Es gibt auch Geräusche CDs, die Sie zur Desensibilisierung einsetzen können.

Dieses Jahr ist es zum Üben freilich zu spät – aber das nächste Silvester kommt bestimmt!