Das Hundekörbchen - ein sicherer Ort

19. Juni 2013, geschrieben von Holger Schüler

Stellen Sie sich vor, wie es dem Welpen geht, wenn er in seine neue Umgebung kommt. alles ist fremd, er weiß gar nicht so recht wo er hingehört – da ist es eine große Erleichterung, genau seinen Platz zu kennen. Sie können Ihrem Welpen helfen, sich ganz schnell wohl und zu Hause zu fühlen. Geben Sie ihm einen sicheren Ruheplatz.

Zunächst ist es für den Welpen ja nicht selbstverständlich, sich in sein Hundekörbchen zu legen. Viele Welpen verschwinden erst mal unterm Sofa – wenn Ihr Hund auch gerne in Höhlen schläft, dann kaufen sie ihm eine Hundebox statt eines Körbchens, er wird sich viel wohler fühlen. Ein Hundekorb muss auf jeden Fall groß genug (auf Zuwachs!) sein, und zwar so groß, dass der Hund sich darin bequem ausstrecken kann. Er sollte fest stehen und nicht wackeln. Und er sollte einen Rand haben, der ganz klar „Innen“ und „Außen“ definiert, das ist besser als ein Kissen oder eine Decke.

Zurück zum Korbtraining: Sie machen dem Hund seinen Ruheplatz von Anfang an angenehm, indem Sie ihm sein Futter im Korb servieren und ihn dort in Ruhe fressen lassen. Verbinden Sie das Füttern stets mit dem Kommando: Geh in den Korb! Behalten Sie das Füttern im Korb für einige Wochen bei. Schon bald können Sie üben, den Hund in den Korb zu schicken. Geben Sie das nun schon vertraute Kommando und fordern sie den Hund durch Handzeichen auf, in den Korb zu gehen. Wenn der Welpe dem nicht folgt, gehen Sie mit ihm zum Korb und befördern ihn sanft, aber bestimmt, hinein. Im Korb wird er gelobt und darf den Korb wieder verlassen. Nach und nach können Sie die Zeit verlängern, bis er wieder mit der Aufforderung „Und ab!“ entlassen wird. Das muss nicht auf Anhieb klappen – steht der Hund sofort wieder auf, befördern Sie ihn einfach wieder zurück. Am Anfang fordern Sie nur ganz kurze Phasen im Korb, wenige Minuten reichen. Es geht erst mal nur darum, dass der Hund versteht, worum es geht. Es hilft, wenn man immer wieder mal ein Leckerli im Korb versteckt – da wird der Ruheplatz gleich noch attraktiver.

Das Wichtigste: Bleiben Sie beim Korbtraining immer freundlich, es soll für den Hund nie den Charakter einer  Strafe haben, wenn er in seinen Korb geschickt wird!
Der Korb muss immer ein positiver, sicherer Ort für den Hund sein. Hier ist es besonders wichtig, Kindern zu erklären, dass der Hund im Korb in Ruhe gelassen werden muss.