Dank Gesetzesänderung: Hundetrainer müssen Qualifikation vorlegen

07. Mai 2014, geschrieben von Welpenclub Experten-Team

Es ist gar nicht so leicht, die passende Hundeschule zu finden. Welche Trainingsmethode ist die beste für den Hund? Und ist der Trainer, zu dem nicht nur der Hund, sondern auch der Mensch Vertrauen haben soll, auch wirklich qualifiziert? Eine Gesetzesänderung soll es Menschen mit Hund ab 1. August erleichtern, einen qualifizierten Trainer zu finden. Denn ab diesem Zeitpunkt müssen Hundetrainer einen anerkannten Nachweis ihrer Qualifikation besitzen. So schreibt es das neue Tierschutzgesetz vor, das am 13. Juli 2013 in Kraft getreten ist. Noch jedoch fehlt die Durchführungsverordnung und damit Klarheit darüber, welche Nachweise und Prüfungen die Hundetrainer erbringen müssen, um die Erlaubnis zur Ausübung ihres Berufs zu erhalten.

Von der Pflicht zum Nachweis der Qualifikation nach Paragraph 11 sind rund 2.000 praktizierende Hundetrainer ebenso betroffen wie diejenigen, die sich derzeit auf eine Tätigkeit als Hundetrainer vorbereiten. Da die Durchführungsverordnung fehlt, ist noch unklar, welche Ausbildungen und Prüfungen den gesetzlichen Vorschriften entsprechen werden. Ebenfalls offen ist, welche Ausbildungsstätten von den zuständigen Behörden anerkannt werden.

Bisher waren die einzigen Voraussetzungen für die Eröffnung einer Hundeschule ein amtliches Führungszeugnis und ein Gewerbeschein, jedoch kein Fachwissen. Etliche professionelle Trainer haben die Änderung des Gesetzes bereits begrüßt, da es dazu ermuntert,  erstklassige Hundetrainer auszubilden, die professionell und erfolgreich mit Menschen und Hunden arbeiten.

 Der Qualifikationsnachweis, wie er durch das novellierte Tierschutzgesetz auch von Hundetrainern verlangt wird, darf nicht mit dem Sachkundelehrgang verwechselt werden, den beispielsweise Züchter, Inhaber von Tierpensionen oder Tierschutzeinrichtungen absolvieren müssen. Diese Erlaubnis muss mit dem entsprechenden Nachweis gesondert beim Veterinäramt eingeholt werden.  

Ob mit oder ohne Vorlage der Qualifikation: Bei der Wahl der Hundeschule sollten die Hundehalter auf ihren Verstand, aber auch auf ihr Bauchgefühl achten. Bevor Sie mit Ihrem Hund zum ersten Mal am Training teilnehmen, sehen Sie sich einfach mal eine Stunde des von Ihnen ausgewählten Trainers an – ohne Hund. Setzt er auf positive Verstärkung, beantwortet genau die Fragen und arbeitet gewaltfrei, dann sind das schon einmal Pluspunkte. Brüllt er die Hunde an, arbeitet mit psychischer oder physischer Gewalt oder überlässt die Hunde beim Spielen nur sich selber, dann lieber Hände weg und weitersuchen.