Bienes Schrotkugel

14. August 2013, geschrieben von Anja Neuhausen

Mir ist etwas Irres passiert. Meine Biene hatte ein Lipom, ein gutartiges Fettgeschwulst. Es musste entfernt werden, weil es größer geworden ist. Eine einfache OP, die Biene bestens überstanden hat. Dabei hat der Tierarzt gleich noch einen Knubbel entfernt, der gleich daneben lag. Den hatten wir schon lange getastet, da er aber nicht größer wurde, gab er keinen Anlass zur Besorgnis.
Allerdings, was sich hinter dem Knubbel verbarg, war schon der Hammer: Als ich kam, um meine Süße, die von der Narkose noch ein wenig k.o. war, abzuholen, eröffnete mir der Tierarzt, dass der kleine Knubbel ein Projektil war. Biene hatte eine Schrotkugel in ihrem Körper!
Ich wäre fast in Ohnmacht gefallen und verstand überhaupt nichts mehr. Biene und Sammy sind beide gut erzogen und sind beide noch nie stiften gegangen beim Gassi. Das bedeutet, sie haben keine Hasen oder Rehe gejagt und waren immer in meiner Nähe. Woher hat Biene also diese Kugel? Wer hat auf sie geschossen? Und warum habe ich nichts mitbekommen? Diese Fragen spuken mir seitdem permanent im Kopf herum. Und ich kann mir wirklich keinen Reim darauf machen!
Es war nur eine einzelne Kugel, hat der Tierarzt gesagt. Normalerweise haben Tiere, auf die geschossen wurde, viele kleine Projektile in sich. Bei Biene war's nur eines. Ist sie mal aus Versehen durch einen Schuss gelaufen? Und ein Querschläger hat sie erwischt? Wir wissen es nicht! Und es wird für immer Bienes Geheimnis bleiben. Welche Überraschungen man doch mit Hunden immer wieder erlebt, oder?