Biene und Sammy genießen den "sekundären Krankheitsgewinn"

06. November 2013, geschrieben von Anja Neuhausen

Habt Ihr schon mal vom "sekundären Krankheitsgewinn" gehört? Nein? Dieser Ausdruck bedeutet nichts anderes als dass man auch davon profitieren kann, wenn man sich nicht ganz so wohl fühlt. Meine beiden Hunde kennen den "sekundären Krankheitsgewinn" genau. Es bedeutet für sie: Bei Wehwehchen aller Art werden sie vom Frauchen ganz besonders umsorgt und verwöhnt - weil sie ja soooo arm sind!
Gestern Nacht war's mal wieder soweit. Biene hatte tagsüber beim Gassigehen irgendeinen Mist gefressen in der Natur. Ich kam zu spät, um es zu verhindern. Prompt bekam sie in der Nacht Durchfall. Dreimal holte sie mich aus den Federn. Und es ging ihr offensichtlich nicht recht gut: Sie kuschelte sich dann zwischen Frauchen und Herrchen ins Bett, wahrscheinlich grummelte der Bauch.
Als besorgtes Frauchen hatte ich sie natürlich den ganzen Vormittag im Blick und habe geschaut, wie's ihr geht. Biene hat das genau gemerkt. Sie kuschelte sich mit Wonne an mich und genoss die zahlreichen "Extra-Kraulis" sehr. Man merkte richtig, dass es ihr gut tat, im Mittelpunkt zu stehen. Sekundärer Krankheitsgewinn also!
Sammy wurde vor einigen Wochen operiert - nur ein kleiner Eingriff, um eine Warze zu entfernen. Natürlich habe ich mich fest um meinen Hundejungen gekümmert - und ihm das ein oder andere Extra-Leckerchen zuzustecken. Das hatte er schnell heraus - ich hatte sogar den Eindruck, als hätte er den "extra-leidenden" Gesichtsausdruck regelrecht geübt...!
Und wie ist das bei Euch? Verwöhnt Ihr Eure Lieblinge auch besonders, wenn sie krank sind? Gibt's dann eine "Extrawurst"?