Aufmerksam durchs Leben gehen

28. November 2012, geschrieben von Welpenclub Experten-Team

Bindung entsteht durch Beziehung. Und eine Beziehung kann nur funktionieren, wenn die Kommunikation und die Interaktion stimmt zwischen Hund und Menschen. Und beides klappt nur, wenn daran immer wieder gearbeitet wird. Dazu zählen auch die Spaziergänge.

Kennen Sie das? Der Hund läuft 300 Meter vor dem Menschen her und macht "sein Ding", während Frauchen oder Herrchen mit einer Gassi-Bekanntschaft plaudert oder gar mit dem Handy telefoniert? Der Zweibeiner ist völlig vertieft und versunken und abgelenkt und kümmert sich überhaupt nicht um seinen Hund, und der kann machen, was er möchte: Alles Mögliche am Wegesrand fressen, jagen gehen, Hundebekanntschaften selbst gestalten... Sehr beziehungsfördernd ist so ein Gassigang nicht. Der Hund wird zwar bewegt, aber für die Bindung tun Sie auf diese Weise überhaupt nichts. Daher der Tipp: Gehen Sie auch mal alleine Gassi und nicht immer nur mit anderen (Hunde-)Freunden, mit denen Sie angeregt plaudern. Lassen Sie das Handy zu Hause. Und gehen Sie beim Spaziergang auf Ihrem Hund ein. So gehen Sie nicht nur zusammen spazieren, sondern gemeinsam. Bauen Sie immer wieder eine kleine Übung ein: Rufen Sie Ihren Hund her, lassen Sie ihn Sitz machen, durch die Beine gehen oder schicken ihn ins Platz. Eine Belohnung darf dann natürlich nicht fehlen. Legen Sie auch immer mal wieder ein kleines Spiel ein: Werfen Sie einen Ball, wenn der Hund es gerade nicht erwartet, und lassen ihn apportieren. Angenehmer Nebeneffekt: Es macht nicht nur Spaß, sondern so bleiben Sie für Ihren Hund interessant. Das heißt natürlich nicht, dass Sie jetzt nie wieder mit Bekannten spazieren gehen sollen. Aber einmal am Tag sollten Sie Ihrem Hund eine Stunde vollste Aufmerksamkeit widmen. Er hat es sich verdient!