Auch Hunde haben Schmetterlinge im Bauch

12. März 2014, geschrieben von Welpenclub Experten-Team

So einen richtigen Winter hatten wir ja eigentlich nicht. Eis und Schnee gab’s nur im Ausland, zum Beispiel in Österreich, in Massen – in Deutschland blieb der Winter fern. Schauen Sie doch mal aus dem Fenster: Ist es nicht schon so richtig frühlingshaft? Dekorieren Sie schon die Wohnung österlich? Und freuen sich über die ersten Krokusse, die aus der Erde spitzen? Vielleicht sind Sie ja sogar Hals über Kopf verliebt, haben Frühlingsgefühle. Warum sollte es Ihrem Hund anderes gehen? Auch bei unseren geliebten Vierbeinern gibt es die Schmetterlinge im Bauch, hervorgerufen durch Hormone. Haben Sie’s gewusst?

Interessiert Ihr eben noch so kleiner Rüde sich plötzlich nachdrücklich für die Damenwelt? Hoppla – dann ist er wahrscheinlich gerade in der Pubertät und entdeckt seine Sexualität. Das geht im Frühjahr ganz besonders gut, denn da werden viele Hündinnen läufig. Unkastrierte Rüden finden diese hochinteressant. Wenn Ihr Rüde plötzlich nicht mehr fressen mag und winselnd vor der Tür steht, wenn er beim Gassigehen plötzlich wie wild eine „Fährte“ verfolgt, obwohl es in der Gegend gar kein Wild gibt, dann könnte er zum ersten Mal ein wenig „Liebeskummer“ haben. Natürlich gibt’s das bei Hunden nicht wirklich, höchstens aus dem Grunde, weil Sie Ihren Rüden nicht zur Hündin lassen. Im Alter zwischen sechs und zwölf Monaten werden Hunde geschlechtsreif. Hündinnen sind etwas eher dran und werden zum ersten Mal läufig, bei größeren Rassen dauert's generell etwas länger. Sie beginnen nun, sich für das andere Geschlecht zu erwärmen.

Wenn Sie eine läufige Hündin in der Nähe wissen, dann passen Sie in dieser Zeit ganz besonders auf Ihren liebestollen Vierbeiner auf. Sperren Sie die Haustür zu, schauen Sie, dass er nicht über den Garten flüchten und die Dame seines Herzens „beglücken“ kann, und nehmen Sie ihn beim Gassigehen besser an die Leine.

Wenn Sie eine Hündin haben, die läufig ist, gilt natürlich das gleiche. Sie darf nicht entwischen können, denn schon bei der ersten Läufigkeit können Hündinnen trächtig werden. Schauen Sie, dass der Garten abgesichert ist und lassen Sie sie möglichst nicht alleine raus, um bei „Hundebesuch“ gleich reagieren zu können. Gehen Sie nur mit Leine Gassi – und, aus Rücksicht auf die Rüdenbesitzer – möglichst nicht auf den Spazierwegen, auf denen alle gehen. Das ist nicht immer möglich, und manchmal ist es auch besser, die Rüden zu kennen, die man beim Gassigehen mit einer läufigen Hündin trifft. Aber so manch einer hat doch die Möglichkeit, auf ein wenig frequentiertes Gebiet auszuweichen.