Aua! Achtung, Wespenstich!

22. August 2012, geschrieben von Welpenclub Experten-Team

Aua!!!! Wer schon einmal von einer Wespe oder einer Biene gestochen worden ist, der weiß, wie überaus schmerzhaft das ist. Unseren Hunden geht es da nicht anders. Für Allergiker oder Hunde, die im Rachenraum gestochen werden, kann so ein Pieks sogar lebensgefährlich werden.

Wespen- und auch Bienenstiche führen beim Hund genauso wie beim Menschen zu einer schmerzhaften Rötung und Schwellung die nach ein paar Tagen abklingt. Das ist unangenehm, aber normalerweise nicht gefährlich. Anders sieht die Sache aus, wenn die Wespe in  Mund oder Rachen sticht oder wenn das Tier auf das Gift allergisch ist.

Wichtig ist daher: Hunde sollten grundsätzlich keine Insekten fangen dürfen (denn da kann immer eine Biene oder Wespe dazwischen sein). Schnappt Ihr Hund also nach Fliegen, unterbinden Sie dies, indem Sie in die Hände klatschen und streng "Nein!" sagen. Seien Sie konsequent - ein Hund, der nach Fliegen schnappt, tut dies auch bei stechenden Insekten!

Wird der Hund dennoch gestochen, dann sehen Sie zuerst nach, ob der Stachel noch drin ist und diesen. Die Stelle muss sofort mit Eis oder Kühlelementen aus dem Kühlschrank zehn Minuten gekühlt werden. Haben Sie nichts dergleichen zur Hand, kühlen Sie die Stelle mit kaltem Wasser. 
 
Alarmstufe rot herrscht, wenn sich Pusteln und Quaddeln am ganzen Körper bilden, Augenlider und Lefzen anschwellen , der ganze Kopf geschwollen und aufgedunsen aussieht, die Nasen- und Rachenschleimhaut anschwillt und/oder der Hund angestrengt und schwer atmet. Dieser Zustand kann durchaus in hochgradige Atemnot übergehen, so dass hier eine lebensbedrohliche Situation entstehen kann. In diesem Fall müssen Sie sofort zum Tierarzt oder in eine Tierklinik, die immer einen 24-Stunden-Notfalldienst haben.

Noch gefährlicher ist es bei folgenden Symptomen: Der Hund wird sofort, nachdem er von einer Wespe gestochen worden ist, schlapp. Er zeigt einen schwankenden Gang und setzt sich hin. Er erbricht und setzt fast zeitgleich einen breiig bis wässrigen Stuhl ab. Er verliert sein Stehvermögen und fällt in Brust- oder Seitenlage. Diese Symptome treten Sekunden bis Minuten nach dem Wespenstich auf. Die Stichstelle ist oft nicht als diese zu erkennen, da sie meistens nicht gerötet und nicht geschwollen ist. Hierbei handelt es sich um eine anaphylaktische Reaktion des Körpers auf das Wespengift. Dies ist eine akute Kreislaufregulationsstörung und der Hund befindet sich hier in Lebensgefahr. Es ist höchste Eile bei der Behandlung geboten. Sie müssen sofort einen Tierarzt beziehungsweise eine Tierklinik aufsuchen.

Zum Glück sind die meisten Stiche jedoch harmlos und mit schnellem Kühlen kann man dem Hund die Schmerzen verringern.