Abschied nehmen ist so schwer!

09. Januar 2014, geschrieben von Anja Neuhausen

ch habe Euch nun schon so viel erzählt. Von lustigen Anekdoten und Erlebnissen und von nachdenklichen Momente. Es überwiegen die Tage, an denen ich kräftig schmunzeln muss über meine Hunde Biene und Sammy. Doch heute bin ich sehr, sehr traurig. Unser bester Hundekumpel Simmerl ist über den Regenbogen gegangen.
Simmerl war Bienes Jugendfreund. Ich habe schon öfter von ihm erzählt – die beiden Nasen waren unzertrennlich. Simmerl, ein Appenzeller Mischling, hat Biene beschützt, er ist mit ihr Gassi gegangen und hat mir ihr gebadet. Biene hat dafür ihre Kaustangen mit ihm geteilt und gemeinsam mit mir auf ihn aufgepasst, wenn Simmerls Herrchen unterwegs war. Es war eine einzigartige Freundschaft. In beinahe acht Jahren haben sich die beiden kein einziges Mal gestritten. Das einzige Knurren war Bienes „Spielknurren“, wenn sie ihn sanft in die Seite geknufft hat, wenn er über den Zaun sprang, um mit uns Gassi zu gehen.
Seit Neujahr lebt Simmerl nicht mehr. Er war wohl schon länger krank, doch der tapfere Bursche hat es uns nicht merken lassen. Auf dem Weg zur Tierklinik ist er sanft eingeschlafen. Er hat sich noch einmal mit letzter Kraft aufgesetzt, um seinem geliebten Herrchen einen letzten Blick zuzuwerfen. Von Biene hat er sich zwei Tage vorher mit ganz vielen Bussis verabschiedet. Wir wussten alle nicht, dass es die letzte Begegnung sein wird.
Aber es gibt auch einiges Gutes. Er musste nicht leiden, war bis zur letzten Sekunde topfit. Und er hat ein Leben mit Pauken und Trompeten gelebt, war immer fröhlich und glücklich. Wenn wir daran denken, wenn wir uns an seine kleinen und großen Streiche erinnern, dann lebt Simmerl weiter. Für immer!